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Der Lauterbacher Friedenslöwe wird enthüllt, das Projekt bleibt im Bewusstsein

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"Nie wieder Krieg" der Soroptimisten Lauterbach Vogelsberg hat überregional hohe Beachtung gefunden

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1 / 2Der Wollmantel des Friedenslöwen wird wieder in Woll-Elemente vereinzelt © König
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2 / 2„Nie wieder Krieg!“ Projektleiterin Ute Kirst (mit SI-Lauterbach-Vogelsberg Präsidentin Susanne Bolduan) erläutert dem hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir das SI-Projekt rund um den Friedenslöwen © Habekost

Lauterbach - Ein deutschlandweit einzigartiges Projekt hat jetzt seinen Abschluss gefunden: „Nie wieder Krieg!“ von Soroptimist (SI) Lauterbach Vogelsberg hatte am 1. September das sogenannte „Löwendenkmal“ in Lauterbach mit roten Woll-Elementen verhüllt und so zu einem Friedenssymbol auf Zeit umgewidmet ("Fulda aktuell" berichtete).

Das Projekt begann bereits im Januar mit einem „Strick-off“. Ziel war die Bewusstmachung der historischen Wurzeln des Kriegsdenkmals und der aktiven, breitenwirksamen Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg. Ute Kirst, Designerin, Künstlerin und SI-Clubmitglied, entwickelte die Idee hierzu. Als Einladung zum Dialog, als Bewusstmachung der Tatsache, dass wir seit über 70 Jahren im Frieden leben und als ein Zeichen, wie viele Menschen sich für den Frieden einsetzen.

Rund 300 Menschen aus mehreren Ländern strickten rote Woll-Elemente, die am 1. und 2. September bei der Verhüllung des Denkmals unter der Nadelführung von Ute Kirst zum Einsatz kamen. Diese Performance wurde von einem zweitägigen Friedensfest umrahmt, das ebenfalls von SI Lauterbach-Vogelsberg organisiert und durchgeführt wurde. Das Friedensfest selbst war eingebettet in eine vielfältige SI-Veranstaltungsreihe, die von Juni bis September dauerte.  Über 600 Menschen waren im Zuge des Gesamt-Projektes direkt vernetzt: kirchliche und städtische Institutionen, Schulen und Bildungsinstitutionen, Kreis- und Stadtverwaltung, die Presse, die in der Region ansässigen Service-Clubs, Künstler, Musiker, Wissenschaftler und viele mehr.

Noch am letzten Projekttag fragte der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir während seines Besuches in Lauterbach nach der Besonderheit des Friedenslöwen und ließ sich dessen Botschaft erläutern.

Lauterbach ist insgesamt durch das Projekt „Nie wieder Krieg!“ weit über die Region hinaus ins öffentliche Interesse gerückt. Das Ende des Projektes bedeutet aber nicht das Ende der Aktivitäten rund um den Friedenslöwen. Zunächst wird die Firma Kruppert die Wollhülle kostenfrei waschen. Die vhs des Vogelsbergkreises bietet am 11. November einen kostenlosen Kurs an, in dem aus Woll-Elementen kleine Taschen genäht werden (Anmeldung über die vhs) und Woll-Elemente werden als Erinnerungsstücke für Spender ausgegeben. Wichtiger sei jedoch, dass die weitreichende Botschaft des Friedenslöwen ebenso wenig endet wie der Einsatz für die Werte, für die er steht.

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