Leben und Arbeiten auf dem Land haben Zukunft

Stadtallendorf/Fulda. Den Beitrag der Dorferneuerung zur Zukunftssicherung und Weiterentwicklung des lndlichen Raums hat Landrat Bernd Woide bei

Stadtallendorf/Fulda. Den Beitrag der Dorferneuerung zur Zukunftssicherung und Weiterentwicklung des lndlichen Raums hat Landrat Bernd Woide bei der landesweiten Auftaktveranstaltung des Wettbewerbs Unser Dorf hat Zukunft in Stadtallendorf betont.

Aus der Perspektive einer Kreisverwaltung machte Woide grundstzliche Anmerkungen, in welchen Bereichen Schwerpunkte gesetzt werden sollten, um die Lebensqualitt auf dem Land zu erhalten und weiter zu steigern. Der Wettbewerb findet seit 1958/59 statt, zu diesem Zeitpunkt noch unter der alten Bezeichnung Unser Dorf soll schner werden. Hessen war damals das erste Bundesland, in dem ein solcher Wettbewerb flchendeckend durchgefhrt wurde. Das 50-jhrige Jubilum bot Anlass fr eine feierliche Auftaktveranstaltung zum mittlerweile 33. Wettbewerb, zu der das Hessische Ministerium fr Umwelt, lndlichen Raum und Verbraucherschutz nach Stadtallendorf eingeladen hatte.

Laut Aussage von Landrat Woide sind 50 Jahre Dorfwettbewerb in Hessen eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte, die nach dem erklrten Willen aller Beteiligten fortgeschrieben werden solle. Die teilnehmenden Drfer und Ortsteile seien regelrecht aufgeblht und htten Anschluss an die allgemeine Aufwrtsentwicklung gefunden. Ohne die Untersttzung des Landes wren die Kommunen nicht in der Lage, diese wichtige Aufgabe zur Frderung des Gemeinwesens wahr zu nehmen.

In seiner Ansprache ging Woide auf die Auswirkungen des demografischen Wandels ein, der die Kommunalverwaltungen vor groe Herausforderungen stelle. Er uerte sich zuversichtlich, dass es gelingen knne, diesen Wandel durch ein Bndel von Manahmen und Aktionen, wozu auch der Dorfwettbewerb zhle, positiv zu gestalten und damit einer drohenden Ausdnnung und beralterung der Bevlkerung ebenso wie einer schleichenden Entleerung der Ortskerne entgegen zu wirken.

Im Einzelnen fhrte der Fuldaer Landrat die Schaffung gnstiger Voraussetzungen fr wohnortnahe Arbeitspltze, die Untersttzung eines umfassenden Dienstleistungsangebots insbesondere fr junge Familien und die Sicherung einer ausreichenden ffentlichen Infrastruktur auch in kleinen Ortsteilen an. Breiten Raum msse die Frderung des Ehrenamts einnehmen. Auch gehe es um den Aufbau von Netzwerken in der interkommunalen Zusammenarbeit und in der Jugendarbeit.

Als relativ neuer Ansatz, dem sich der Landkreis Fulda besonders verschrieben habe, nannte Woide die Frderung regenerativer Energien. In der Kreisverwaltung sei eine Koordinierungsstelle fr die energetische Nutzung von Biomasse eingerichtet und bei der Dorferneuerung angesiedelt worden. Der Landrat kndigte an, dass dieses Beratungsangebot fortgefhrt werde. Auch wrden die kreiseigenen Liegenschaften entsprechend umgerstet, wenn Erneuerungsbedarf bestehe.

Nach berzeugung von Landrat Woide htten Leben, Wohnen und Arbeiten im lndlichen Raum eine faire Chance, wenn die richtige Weichenstellungen vorgenommen wrden. Es gebe beim modernen Menschen eine tief verwurzelte Sehnsucht nach Heimat und Identitt. Von daher befinde sich der Dorfwettbewerb auf der Hhe der Zeit. Er strke den sozialen Zusammenhalt in der Gemeinschaft und die drfliche Infrastruktur: Nutzen wir auch knftig diese Kompetenzen und Potentiale.

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