"Kulturfestival Vulkansommer": Zu Gast im "Buisch ahl Huss" in Fraurombach 

Viele Geschichten im Schlitzerländer Platt sind am Donnerstag, 26. Juli, 20 Uhr, in Fraurombach zu erleben

Schlitz - Wenn Häuser reden könnten, was hätte „Buisch ahl Huss“ zu erzählen? Mit seinen über 250 Jahren könnte das alte Bauernhaus viel aus der Vergangenheit unserer Region berichten - nicht zuletzt, seit es im Jahr 2000 aus einem längeren Dornröschenschlaf geweckt und als Museum eingerichtet wurde. Besucher, die nach Fraurombach im Schlitzerland kommen, tauchen beim Rundgang durch das Museum in den Alltag der Groß- oder Urgroßeltern ein.

Im Rahmen des "Kulturfestivals Vulkansommer" wird das „Buisch ahl Huss“ am Donnerstag, 26. Juli, um 20 Uhr besonders lebendig. Bei kleinen Vorträgen, Gedichten und Anekdoten auf Schlitzerländer Platt tauchen die Besucher in das Leben einer Schlitzerländer Bauernfamilie ein. Dabei ist Interaktion durchaus erwünscht: Die Gäste sind eingeladen, auch selbst etwas vorzutragen - auf Platt natürlich.

Dafür kann man sich keine bessere Kulisse vorstellen: Das Haus wirkt, als ob die Bauersfamilie jeden Moment von der Feldarbeit zurückkommen würde. In jeder Ecke findet man historische Einrichtungsgegenstände, Handwerksgeräte und Nützliches für das tägliche Leben. Hans Feick, der das Museum aufgebaut hat und leitet, hat diese Einrichtung zusammengetragen und präsentiert sie im Kontext des Alltags in einem Bauernhaus.

 Bei Führungen entlockt er den Gegenständen so manches Geheimnis. Insbesondere in der Weberstube kommen die Besucher auch einigen wohlbekannten Redensarten auf die Spur. Da begegnen sie spindeldürren Weibern und alten Knackern, gut betuchten Leuten, aber auch Hochstaplern… Daneben bietet das Haus mit seiner heimeligen Atmosphäre auch den Schauplatz für Veranstaltungen, wie zum Beispiel Lieder- und Leseabende, die dort in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Fraurombacher Wandmalereien stattfinden.

Wer dann ganz genau hinhört, der kann unter den vielen Stimmen vielleicht auch ein sanftes Knarzen vernehmen. Klingt es so, wenn sich ein altes Fachwerkhaus zufrieden zeigt, weil es wieder mit Leben gefüllt wird? Weitere Informationen über das Museum und die Schlitzerländer Mundart findet man unter www.dorfmuseum-fraurombach.de

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