Lebensgefährlich: Darum sollte niemand die Skullbreaker-Challenge mitmachen

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Gefährliche Skullbreaker-Challenge.

Die neue Skullbreaker-Challenge, die sich bei TikTok ausbreitet, ist höchst gefährlich.

Osthessen. Auf der weltweit aktiven sozialen Plattform „TikTok“, die vor allem bei Jugendlichen beliebt ist und auf der sie normalerweise Playback zu aktuellen Songs tanzen oder Sketche nachspielen, hat sich eine neue, nach Meinung von Experten sehr gefährliche, Challenge (Herausforderung) breitgemacht. Bei dieser „Skullbreaker- Challenge“ (Schädelbruch-Herausforderung) genannten Aktion wird eine Person von zwei weiteren gebeten, in die Luft zu springen. Währenddessen werden die Beine des Springenden weggetreten, so dass dieser meist unvorbereitet mit voller Wucht auf den Boden prallt.

Lebensgefährliche Folgen

„Das kann lebensgefährliche Verletzungen nach sich ziehen. Im schlimmsten Fall brechen sich die Teilnehmer das Genick, die Wirbelsäule, das Becken oder den Steiß“, so Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg aus Berlin. Bleiben Personen nach dem Sturz bewusstlos liegen, lässt dies meistens auf ein Schädel-Hirn-Trauma schließen, das bei besonders hartem Aufprall auch Gehirnblutungen oder Brüche des Schädelknochens nach sich ziehen kann. Auch die eigentlich sehr stabilen Wirbelkörper können bei großen Krafteinwirkungen brechen, da die Muskulatur einen Aufprall extremen Ausmaßes nicht abfängt. „Vor allem die Übergänge zwischen Hals- und Brustwirbelsäule, Brust- und Lendenwirbelsäule sowie zwischen der Lendenwirbelsäule und dem Kreuzbein sind dabei besonders verletzungsgefährdet.

Betroffene erleiden bei solchen Frakturen Schmerzen, klemmt ein Wirbelbruch möglicherweise das Rückenmark ein, kann dies auch Motorik oder die Sensibilität beeinträchtigen“, sagt der Experte. Bei einem Schleudertrauma der Halswirbelsäule könnten manche Symptome wie Kribbeln, Taubheit oder gar Lähmungserscheinungen auch erst nach einigen Tagen auftreten.

Sehr gefährlicher "Spaß"

„Da Wirbelbrüche im schlimmsten Fall zu einer Querschnittslähmung führen können, handelt es sich bei dieser Challenge um einen gefährlichen Spaß, von dessen Teilnahme ich abrate“, so Sabarini. Die ersten Videos der Skullbreaker-Challenge stammen vermutlich aus Südamerika, da darin spanisch gesprochen wird. „TikTok“ hat laut eigenen Angaben Videos der Challenge, die von Benutzern gemeldet wurden, entfernt. Derzeit gibt es in dem Portal zahlreiche Videos, die vor der gefährlichen Challenge warnen.

Ähnliche Aktionen gab es in der Vergangenheit bereits, die unter den Namen „Momo“, „Blue-Whale-Challenge“ oder „Cinnamon-Challenge“ bekannt wurden. Die Teilnahme an solchen „Herausforderungen“ ist besonders bei Kindern und Jugendlichen bliebt. Aufgrund der teilweise lebensgefährlichen Aktionen sollten diese aber davon absehen, die Hypes mitzumachen.

„Klar ist aber auch, dass sich Eltern und Lehrer darüber sorgen, dass auch Ihre Kinder in die Versuchung kommen könnten, dies nachzuahmen. Durch die ganzen Warnungen im Netz, so macht es gerade den Anschein, wird das Ganze jedoch nur noch auch befeuert und bekommt noch mehr Vitalität“, schreibt mimikama.at, eines der bekanntesten deutschsprachigen Aufklärungsportale im Internet.

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