Aus Liebe zur Heimat: Andreas Rau ist neuer Vorsitzender des Rhöner Charmes

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„Fulda aktuell“-Objektleiter Michael Schwabe (links) in der Küche mit „Rhöner Charme“-Vorsitzenden Andreas Rau.

Der Gastronom Andreas Rau ist neuer Vorsitzender des Rhöner Charmes. Fulda aktuell hat ihn in seinem Restaurant, dem Fuldaer Haus, besucht.

Poppenhausen - Heimat ist für Andreas Rau mehr als nur ein Begriff: Der 55-Jährige lebt und liebt seine Heimat, nicht nur privat, sondern auch in seinem Restaurant „Fuldaer Haus“ auf der Maulkuppe in Poppenhausen. Seit Mitte März ist Rau der neue „Lokführer“ des „Rhöner Charmes“-Zuges, wie sein Vorgänger Dieter Kehl die Aufgabe des Vorsitzenden bezeichnete. Dieser war überglücklich, dass Rau seine Nachfolge angetreten hat. Gemeinsam mit den „Jungen Wilden“ Michael Glas („Grillrestaurant Kneshecke“) Christian Herber („Gasthof Rhönblick“), Benjamin Kehl („Landhaus Kehl“) und Yvonne Kollmann („Peterchens Mondfahrt“) will Rau den „Rhöner Charme“ voranbringen.

Vor allem die Themen Liebe zur Heimat, Gastlichkeit und familiäre Betriebe möchte der Gastronom stärken. Der Koch hat bereits in vielen Küchen in Europa gearbeitet, bis er 2014 das „Fuldaer Haus“ übernommen hat. „Ich fahre morgens gerne früh hier her und genieße den Blick. Der Sonnenaufgang über der Milseburg ist einfach großartig“, schwärmt Rau bei einem Besuch der „Fulda aktuell“-Redaktion. Von der Restaurantterrasse und Wintergarten hat man eine schöne Aussicht in die Rhön. Nicht nur der Blick aus dem Restaurant zeigt die Heimatliebe, auch der Blick auf die Speisekarte verrät sie: Regionalität, wo man hinschaut. Kräuter von den umliegenden Wiesen und Gerichte mit Holunder aus der Rhön sind nur zwei Spitzenprodukte direkt aus der Heimat. „Der ,Rhöner Charme’ ist ein funktionierendes Netzwerk, das kleinere Familien- und große Gastronomiebetriebe unter einer Dachmarke verbindet. Wir halten zusammen, profitieren und lernen voneinander“, so Rau. Dieses Miteinander möchte der Vorsitzende intensivieren und auch den gemeinsamen Auftritt weiter stärken. Wie zum Beispiel mit einem Stand am „6. Fuldaer Genussfestival“. Besonders die Jugendarbeit und Nachwuchsförderung sind Themen, die die Initiative aufgreift. Gemeinsam werden Aktionen für den Erhalt des Berufes veranstaltet. „Ich liebe und lebe meinen Beruf, aber wir haben, wie viele andere Handwerksberufe, Nachwuchsprobleme“, berichtet Rau.

Das Fuldaer Haus wird seit 2014 von Rau geführt.

Sein eigenes Gasthaus ist ein Familienbetrieb, gemeinsam mit seiner Frau und den beiden Töchtern wird im „Fuldaer Haus“ gearbeitet. „Unsere Tochter Stella ist unter der Woche in der Cafeteria bei ,antonius’ beschäftigt und möchte auch am Wochenende nicht auf das aktive Mitwirken im ,Fuldaer Haus’ verzichten. Sie liebt den Kontakt mit den Gästen“, sagt Rau. Das „Fuldaer Haus“ ist ein Inklusionsbetrieb, in dem Menschen mit Behinderung gemeinsam mit Menschen ohne Behinderung arbeiten. Zehn feste Mitarbeiter, drei Azubis und rund 15 Aushilfen kümmern sich um das Wohl der Gäste. „Die gepflegte Gastlichkeit ist uns sehr wichtig. Nicht nur das Essen muss gut schmecken, sondern auch die Atmosphäre muss stimmten“, sagt der Gastronom. Dieses Konzept hat auch die chinesische Delegation aus der Fuldaer Partnerstadt Liyang so sehr begeistert, dass dort ebenfalls ein „Fuldaer Haus“ nach dem Rhöner Vorbild entstanden ist.

Mit verschiedenen Aktionen wie zum Beispiel dem Sonderspaziergang rund um die Maulkuppe möchte Rau auch andere Menschen von „seiner Heimat“ begeistern. Die Spaziergänge stehen unter speziellen Themen wie zum Beispiel Kunst und Kulinarik sowie Kunst und Kinder.

Keine Frage: Andreas Rau verkörpert die Grundsätze des „Rhöner Charmes“ und lebt diese in seinem Restaurant und jetzt auch in seinem neuen Amt als Vorsitzender des „Rhöner Charmes“.

Weitere Informationen gibt es unter www.fuldaer-haus.de .

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