Lokale und große Lösung

Fulda. Die Situation fr uns stellt sich so dar, dass wir mit dem Ende des Monats Februar auch gesellschaftsrechtlich nicht mehr existiere

Fulda. Die Situation fr uns stellt sich so dar, dass wir mit dem Ende des Monats Februar auch gesellschaftsrechtlich nicht mehr existieren. Arbeitstechnisch, logistisch und funktional wurde der Betrieb schon am 21. Dezember 2007 eingestellt, als wir seinerzeit einen Antrag auf Insolvenzerffnung gestellt hatten, sagte Matthias Lux, Betriebsleiter der PIN Mail Osthessen GmbH, gegenber Fulda aktuell.

Da sich die Paket- und Briefverteilung fast ausschlielich auf das Austrgersystem der Fuldaer Zeitung mit ihren rund 500 Zustellern gesttzt habe, seien nur wenige freie Mitarbeiter direkt betroffen. Das sind unter zehn Personen, die arbeitslos werden, erluterte der PIN Mail-Betriebsleiter.

Lux blickt in diesem Zusammenhang schon nach vorne und informierte auf Nachfrage, dass der Verlag Parzeller mit seiner Tochter, der Medienlogistik Hessen, und mit mir als Geschftsfhrer dabei sind, den Betrieb der Post- und Paketzustellung in hnlicher Form wie mit PIN wieder aufzubauen und neu zu strukturieren. Allerdings wolle man knftig mit der Deutschen Post (DP) AG zusammenarbeiten. Eine Lizenz bei der Bundesnetzagentur sei diesbezglich schon beantragt.

Wenn die Genehmigung vorliegt, dann kann mglicherweise schon im Frhjahr mit der Post- und Paketzustellung begonnen werden, hofft Matthias Lux.

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Groe LsungPIN-Gruppe soll als Ganzes erhalten bleiben

Kln. Fr die PIN-Gruppe wird weiterhin mit Investoren ber die groe Lsung verhandelt. Im Zuge der erforderlichen Restrukturierung mssen aber in den kommenden Wochen bei den meisten der insolventen PIN-Tchter in grerem Ausma Arbeitspltze abgebaut werden. Die PIN-Gruppe ist dennoch weiterhin funktionsfhig und wird es auch bleiben. Die Post der PIN-Kunden wird auch in Zukunft bundesweit zugestellt, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters.

Von einer bevorstehenden Zerschlagung der PIN-Gruppe kann keine Rede sein, teilte Bruno M. Kbler, der Insolvenzverwalter der PIN-Holding PIN Group AG S.A., am Dienstag, 26. Februar 2008, mit. Entsprechende Medienberichte seien falsch. Ziel sei weiterhin eine groe Lsung mit einem Investor fr die ganze oder mglichst groe Teile der PIN-Gruppe. Die vom Verwaltungsrat begonnenen Gesprche mit Interessenten laufen weiter, betonte Kbler. Es gibt weiterhin ernsthafte Interessenten, die sich bereits im Prozess der Due Diligence befinden. Wann die Verhandlungen zu einem Abschluss gebracht werden, sei derzeit noch nicht abzusehen. Sobald Verhandlungsergebnisse feststehen, wrden Mitarbeiter und Presse sofort informiert.

Gleichzeitig drfe aber nicht bersehen werden, dass sich die PIN-Gruppe mit bislang 37 Gesellschaften in der Insolvenz und damit in einem tief greifenden Restrukturierungsprozess befinde. Dazu gehre auch, dass bei nicht mehr rentablen Teilen der Gruppe Personal abgebaut werden msse. So sehr der Verlust der damit verbundenen Arbeitspltze zu bedauern ist, sind dies doch notwendige Schritte zur angestrebten Sanierung der gesamten Gruppe und damit zum Erhalt zahlreicher Arbeitspltze, die sonst nicht zu retten wren, so der Insolvenzverwalter. Auch seien einzelne weitere Insolvenzen von PIN-Gesellschaften nicht auszuschlieen. Vor Unterrichtung der Medien wrden aber erst die betroffenen Mitarbeiter informiert.

Fr die PIN-Kunden habe die Schlieung von einzelnen PIN-Tchtern keine Konsequenzen. Die Zustellung der Post in den betroffenen Regionen wird ber externe Dienstleister besorgt, kndigte Kbler an. Zustzliche Kosten fielen dadurch fr die PIN-Kunden nicht an.

Das Auslaufen des Insolvenzgeldes bei einigen der 37 insolventen PIN-Tochtergesellschaften und die damit verbundene Insolvenzerffnung bedeuteten keinesfalls, dass die groe Lsung damit ausgeschlossen sei. Auch die in der Insolvenz befindlichen Gesellschaften knnten im Falle des Verkaufs der Gruppe wieder ins bundesweite PIN-Netzwerk eingegliedert werden. Dann knnen unter Umstnden die frei gestellten Mitglieder wieder Beschftigung finden, sagte Kbler.

Gleichzeitig werden regionale Lsungen, die eine Perspektive fr einzelne PIN-Standorte bieten, nicht grundstzlich ausgeschlossen. Entsprechende Angebote werden von dem fr die insolventen PIN-Tochtergesellschaften zustndigen Insolvenzverwalter Andreas Ringstmeier grndlich geprft. Hier gebe es zahlreiche Interessenten.

Bruno M. Kbler war mit Beschluss des Amtsgerichts Kln zum vorlufigen Insolvenzverwalter der PIN Group AG S.A. bestellt worden. Damit hat Kbler, einer der erfahrensten deutschen Insolvenzverwalter, die Verwaltungs- und Verfgungsbefugnis fr alle Geschfte der PIN-Holding.

Kbler hat die PIN-Holding-Verwaltungsrte (Vorstnde) Horst Piepenburg und Hans-Joachim Ziems gebeten, unabhngig von den unterschiedlichen rechtlichen Funktionen, die er als Insolvenzverwalter und die Herren Piepenburg und Ziems als Verwaltungsrte wahrzunehmen haben, in seinem Team als Restrukturierungsmanager weiter zur Verfgung zu stehen. Sie werden die Suche nach Investoren vorantreiben und den Verkaufsprozess intensiv begleiten. Zudem sollen Piepenburg und Ziems den Insolvenzverwalter im operativen Geschft untersttzen. (ehr)

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