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LOS-Bilanz auf dem Aschenberg beeindruckt

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Ausfhrliche Wrdigung der StadtteilentwicklungFulda. Alle Akteure die sozialen Initiativen auf dem Aschenberg genauso wie die Vertr

Ausfhrliche Wrdigung der Stadtteilentwicklung

Fulda. Alle Akteure die sozialen Initiativen auf dem Aschenberg genauso wie die Vertreter der Stadt Fulda oder die EU-Abgeordneten - zeigten sich sehr zufrieden mit dem, was sich in den vergangenen vier Jahren LOS (Lokales Kapital fr Soziale Zwecke) auf dem Fuldaer Aschenberg entwickelt hat.

Herausgehoben wurden insbesondere die Erfolge im Bereich beruflicher Qualifizierung und Existenzgrndung sowie die intensive Beteiligung der BewohnerInnen des Aschenbergs und einer groen Zahl von mtern und Organisationen an der Projektentwicklung. Voller Stolz und von allen Gsten mit Sympathie und Lob quittiert prsentierten die LOS-Verantwortlichen ein Zusammenwachsen und mehr Toleranz zwischen den Kulturen auf dem Aschenberg und ein funktionsfhiges Netzwerk der lokalen Akteure des Stadtteils.

Oberbrgermeister Gerhard Mller nahm stolz die LOS-Leistungsbilanz entgegen, an der auch die Stadt als Trgerin der Koordinierungsstelle wesentlichen Anteil hat. In seinen Ausfhrungen betonte er das Bemhen um Nachhaltigkeit. Vonnten sei eine Verstetigung auf verschiedenen Ebenen, z.B. auf der Ebene des ehrenamtlichen Engagements, der Akquise von Frdermitteln oder auch neuer Unternehmungen wie der Aktion Partner im Gemeinwesen, in der eine Kooperation zwischen Wirtschaftsunternehmen der Region Fulda und Sozialen Einrichtungen vermittelt werde. Nicht nur in diesem Bereich des Corporate Citizenship, sondern insgesamt bei der Weiterentwicklung des Stadtteils Aschenberg werde sich die Stadt Fulda deutlich engagieren, versprach Mller.

Die Sicht der Kommune vertiefte Brgermeister Dr. Dippel. Der Aschenberg sei nicht erst seit 2003 Ort der sozialen Arbeit gewesen, sondern bereits ber viele Jahre, beispielsweise in der Stadtteilarbeit durch die Hochschule Fulda mit Prof. Plagemann oder die Projekte PIJA und BERGWERK, die sich vor allem an Kinder und Jugendliche richtete, aber auch Erwachsene einbezog. Mit LOS habe sich dieses Engagement erweitert und verstrkt. Dr. Dippel hob besonders hervor, dass bei dem Bemhen um Beschftigungsfrderung, kulturelle Belebung, interkulturelle Toleranz etc. stabile Beziehungen gewachsen sind, die auch ber LOS hinaus wirken. Viele haben diese soziale Infrastruktur intensiv und gerne mitgestaltet und wollen sie auch weiterhin mitgestalten, so Dr. Dippel.

Eine Befragung im Frhjahr 2007 fand heraus, dass LOS in den Augen der Stadtteilbevlkerung einiges bewegt hat. Ergebnis waren keine Lobreden, sondern eine verhalten positive Resonanz. So wird sehr deutlich registriert, dass die Zahl und das Engagement der sozialen Akteure sich gut entwickelt haben und dass die kulturelle Belebung dem Stadtteil gut tut. 82% der Befragten erkennen, dass es deutlich mehr Aktionen auf dem Aschenberg wie z.B. Feste, Theater, Spielkreise, Filme gibt.

Dies hat sich positiv auf das Stadtteil-Image nach auen und das Gemeinschaftsgefhl nach innen ausgewirkt. Etwa 60 Prozentder Befragten geben an, dass die verschiedenen Bevlkerungsgruppen mehr Kontakt miteinander haben und sich besser verstehen. Auch im Blick auf die berufliche Integration werden Fortschritte gesehen. Diese Ergebnisse konnten Margarita Klr, Diakonisches Werk, und Albert Wiegand, ARGESSTA, aus ihrer Praxissicht besttigten. Gleichzeitig betonten sie, dass der begonnene Weg intensiv weitergegangen werden msse und die Stadtteilarbeit auch zuknftig der Untersttzung bedrfe.

Zuvor hatten Tamara Shamo und Larissa Timpel von Rodnik e.V. in einem Kurz-Sprachkurs den Prominenten einige Worte Russisch beigebracht. Sie wiesen damit in unterhaltsamer Form auf die besonderen Bedingungen der sozialen Arbeit am Aschenberg hin und bedeuteten die Notwendigkeit, dass Migranten und einheimische Bevlkerung nur im Miteinander, im Aufeinander zugehen die Lebensbedingungen im Stadtteil verbessern knnen.

Am Ende waren sich alle einig: Es wird auf dem Berg weitergehen. Die Verantwortlichen im Stadtteil haben ein ureigenes Interesse, die Stadt signalisierte Untersttzung und die EU wird gemeinsam mit dem Bund ein neues Frderprogramm auflegen. LOS-Chef Hartmut Brocke zeigte sich berzeugt, dass auch Fulda in der nchsten Frderperiode wieder mit im Boot sein werde.(pm)

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