Lücke geschlossen

Fulda. Mit der Erffnung der neuen Tagesklinik fr die Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) am Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda hat die Region Ful

Fulda. Mit der Erffnung der neuen Tagesklinik fr die Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) am Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda hat die Region Fulda eine wichtige Lcke in der jugendpsychiatrischen Versorgung geschlossen.

Der Geschftsfhrer des Herz-Jesu-Krankenhauses erklrte anlsslich der Erffnung der KJP vor Vertretern aus der Politik, Wirtschaft, Medizin und Kirchlichkeit, dass die Nachfrage nach einer solchen Einrichtung sehr gro ist und dieser Bedarf nun endlich zumindest tagesklinisch gedeckt werden knne. Besonders hob Schmidtke die gute Zusammenarbeit des Krankenhauses mit dem Klinikum Fulda sowie dem Hessischen Sozialministerium lobend hervor. Ich freue mich sehr, dass wir nun mit der offiziellen Erffnung der neuen Tagesklinik einen wichtigen Baustein in der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung den betroffenen Kinder, Jugendlichen und Eltern in unserer Region anbieten knnen, so der Geschftsfhrer.

In der ehemaligen urologischen Pschelklinik, die nach modernen architektonischen und behandlungstherapeutischen Aspekten vom Vermieter, der Klinikum Fulda gAG, grundsaniert und umgebaut wurde,ist nun ein umfangreiches tagesklinisches Angebot fr die psychiatrisch erkrankten Kinder und Jugendlichen untergebracht.

Fr die Tagesklinik entstand in den vergangenen Monaten eine anspruchsvolle neue Rumlichkeit mit einem Erweiterungsbau und zustzlicher Etage. Das Gebude wurde von ehemals 410 m auf fast 900 m ausgebaut. Die Erffnung der Tagesklinik ist das erste konkrete Ergebnis aus dem Kooperationsvertrag zwischen dem Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda und der Klinikum Fulda gAG.

ber die Notwendigkeit, dass die osthessische Region in diesem medizinischen Versorgungssegment ein eigenes Angebot anbieten sollte, ist schon lange politisch nachgedacht und diskutiert worden. Nachdem der zwischen beiden Fuldaer Krankenhusern geschlossene Kooperationsvertrag die Basis fr die Entwicklung eines gemeinsamen Psychiatrischen Versorgungszentrums bot, konnten mit dem Hessischen Sozialministerium alle weiteren notwendigen Schritte geklrt werden. Die neue Kinder- und Jugendpsychiatrie ist eingebunden und fester Bestandteil dieser engen Kooperation zwischen dem Herz-Jesu-Krankenhaus und dem Klinikum Fulda ist.

Das Vertragswerk zwischen beiden Fuldaer Krankenhusern schliet nach Fertigstellung der entsprechenden Baumanahmen am Gerloser Weg den gemeinsamen Betrieb der Kinder- und Jugendpsychiatrie und der Erwachsenenpsychiatrie ein. Dies soll nach den aktuellen Planungen im Jahre 2009 realisiert werden. Mit einem geschlossenen Mietvertrag zwischen dem Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda und dem Klinikum Fulda, der als Grundstock fr eine optimierte Krankenversorgung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie anzusehen ist, konnten die Umbaumanahmen fr die Tagesklinik letztendlich eingeleitet werden. Dass Ministerium untersttzt diese Manahmen durch eine Mietzinsfrderung.

Fr die Betroffenen in der Region wird dies ein Segen sein. Allein hinsichtlich der med. tagesklinischen Angebote entfallen fr die Patienten und Angehrige lange Wartezeiten und Aufenthalte fern vom Wohnort. Bislang mussten Anreisen nach Marburg, ins Rhein-Main Gebiet oder nach Wrzburg in Kauf genommen werden. Dies bedeutet eine erhebliche Entlastung der betroffenen Familien und eine patientenorientierte Betreuung und Versorgung der Patienten aus der Region Fulda.

In den Diskussionen waren sich die Vertragspartner einig, dass aufgrund dieser Entwicklungen es notwendig erschien, ein entsprechendes Versorgungsangebot im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie fr die Fuldaer Region zu schaffen. Hierbei sollte insbesondere eine wohnortnahe Behandlung sicher gestellt werden.

Ein erster Schritt zur Schaffung notwendigen Strukturen ist nun geschaffen. Die Tagesklinik in der Pschelklinik verfgt als teilstationre" Einrichtung ber alle notwendigen diagnostischen und therapeutische Mglichkeiten, hnlich denen einer vollstationren Einrichtung.

Die jetzt kurzfristig geschaffenen teilstationren Kapazitten der Tagesklinik werden jedoch nicht ausreichen, um den fr die Region Fulda konstatierten Bedarf zu decken. Insbesondere fehlt bei der neu geschaffenen Tagesklinik auch das ergnzende bzw. zustzliche stationre kinder- und jugendpsychiatrische Angebot, das bei Bedarf in Anspruch genommen werden kann.Dies wird jedoch in den Folgejahren am Herz-Jesu-Krankenhaus in enger Zusammenarbeit mit dem Klinikum Fulda realisiert.

Das Einzugsgebiet fr diese neuewichtige Abteilung ist gro, so wird der komplette Landkreis Fulda, der Main-Kinzig-Kreis sowie der Kreis Hersfeld-Rotenburg vom zuknftigen teil- und vollstationren Versorgungsangebot profitieren.

Die neue Abteilung der Kinder- und Jugendpsychiatrie unter der Leitung von Chefarzt Privatdozent Dr. Frank Theisen wird sich mit seinem aufgestellten Team in der modernen Tagesklinik um die Kinder und Jugendlichen kmmern.

Auch Oberbrgermeister Gerhard Mller betonte die Bedeutung der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung fr die Region Fulda . "Diese Einrichtung in Fulda war dringend notwendig", konstatierte Mller. Im Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda habe man einen sehr guten Kooperationspartner gefunden". Er besttigte, dass der Weg zu Schaffung der Einrichtung nicht einfach gewesen sei, um so mehr sei dies ein groer Tag fr die Kinder, fr die Region, die Stadt und die beiden Krankenhuser. Gemeinsam mit dem Vorstand der Klinikum Fulda gAG, Prof. Reiner Dlp, berreichte Mller den traditionellen Schlssel an die Generaloberin Sr. Brunhilde Wehner, Geschftsfhrer Alexander Schmidtke und den neuen Chefarzt Privatdozent Dr. Frank Theisen.

Als eine wichtige Entwicklung fr die Region Fulda wertete der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Heiko Wingenfeld den Tag der Erffnung der Tagesklinik der KJP, sie sei ein bedeutender Schritt in der Versorgung der betroffenen Menschen. Er betonte, dass zuknftig diese Versorgungsstrukturen fr die Region immer wichtiger werden. Er dankte allen Beteiligten fr das bisherige Engagement und machte deutlich, dass hier eine wichtige Pionierarbeit geleistet wird.

Hieran schlossen sich Gruworte des bekannten Kinder- und Jugendpsychiaters Prof. Dr.Dr. Remschmidt, ehemaliger Direktor der Klinik fr KJP der Universitt Marburg sowie Dr. Wolf, Direktor Klinik fr KJP Lahnhhe aus Marburg an. Andreas Staubach vom Architekturbro Staubach und Partner erluterte die Bauentwicklung der neuen Tagesklinik.

Der Chefarzt der KJP, Privatdozent Dr. med. Frank Theisen, erklrte, dass derzeit bereits Kinder in der neuen Einrichtung behandelt werden. Die neue KJP umfasst insgesamt 16 Pltze in der umgebauten und erweiterten ehemaligen Pschelklinik in der Einhardstrae 20 am Aschenberg. Psychiatrische und psychotherapeutische Verfahren werden angewandt. Auch bende Therapieverfahren, heilpdagogische Frderung, geeigneter Schulunterricht und gemeinsame Freizeitmanahmen werden angeboten.

Das Team ist multiprofessionell zusammengesetzt: Die Basis der Behandlung in der Tagesklinik bildet fr die Kinder und Jugendlichen ein heilpdagogisches Milieu mit einer dichten therapeutischen Tagesstruktur, die von den Mitarbeiter/innen des Erziehungs- und Pflegedienstes, aber auch von der Schule fr Kranke gestaltet wird. Fr jedes Kind und jeden Jugendlichen wird in enger Zusammenarbeit mit der Familie ein individueller Diagnostik- und Therapieplan erstellt.

Daran ist ein multiprofessionelles Team aus rzten, Psychologen, Krankenpflegekrften, Erzieherinnen, Sozialpdagogen, Ergotherapeuten, Motopden, Musiktherapeuten und Logopden beteiligt. Zudem gibt es auch ein Angebot verschiedener Therapiegruppen. Der Unterricht der Lehrkrfte der Klinikschule ist in den Tagesablauf der Tagesklinik integriert, mit sehr engem fachlichen Austausch zwischen der Tagesklinik und dem Lehrkrften. Auch die Kontakte zur Heimatschule werden gehalten. Eine enge Zusammenarbeit mit der Psychiatrischen Tagesklinik des Klinikums Fulda sowie den niedergelassenen rzten und Therapeuten ist selbstverstndlich. Weitere wichtige Partner in der Versorgung und Betreuung der jugendlichen Patienten sind die Schulen der Region und die zustndigen Schulpsychologen, aber auch die Einrichtungen der Jugendhilfe und die Jugendmter. Gemeinsame Anstrengungen zielen dabei dauerhaft auf den weiteren Ausbau des Betreuungs- und Therapieangebotes im ambulanten Bereich.

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