Lügen haben kurze Beine!

Von HANS-PETER EHRENDSBERGERWas interessiert mich mein Geschwtz von gestern. Dieser Satz wird Konrad Adenauer zugeschrieben, jenem

Von HANS-PETER EHRENDSBERGER

Was interessiert mich mein Geschwtz von gestern. Dieser Satz wird Konrad Adenauer zugeschrieben, jenem VorzeigeKanzler der CDU, der sich seinerzeit mit einer, nmlich der eigenen Stimme Mehrheit zum Regierungschef whlen lie. So viel zur Moral von anno dazumal.

Wollen wir uns in diesen Tagen ber ethisches Verhalten echauffieren, dann fallen uns neben all den steinreichen, steuerflchtigen Liechtenstein-Zumwinkels, lustwandelnden Bordell-Besuchern aus der Automobilindustrie und Arbeitspltze plattmachenden Bossen aus der Technologiewelt vor allem zwei exponierte Genossen ein, die vom christlichen Gebot Du sollst nicht lgen oder der alten Volksweisheit Lgen haben kurze Beine wohl noch nie etwas gehrt haben und falls denn doch, sich darum einen feuchten Kehricht zu scheren scheinen: Kurt Beck und Andrea Ypsilanti, jenes Rothute-Doppel, das ohne rot zu werden mit gespaltener Zunge dem gemeinen Whlervolk ein X fr ein U vormachen will.

Es ist wohl heutzutage in diesen pseudo-elitren wie von der Realitt abgehoben Partei-Zirkeln zu viel verlangt, sich an Recht, Ordnung und die Wahrheit zu halten. Wenn Wortbruch sozusagen als normal angesehen wird, dann: Gute Nacht, armes Deutschland. Da kann man (frau) seitens der SPD noch so hufig und gebetsmhlenartig betonen, nicht mit der neuen Linken und den alten Kommunisten, die Mauer und den Schiebefehl rechtfertigenden Trotzkis-ten zusammenarbeiten zu wollen gehts um den puren Machterhalt beziehungsweise das An-die-Macht-Kommen, dann scheint jedes, auch noch so unmoralische Mittel Recht zu sein.

Dann versucht man das Ganze eben damit zu kaschieren, indem man von tolerieren oder einer Aus-Versehen-Mehrheit spricht, quasi einem Not-Pakt auf Zeit, ausschlielich zum Wohle und aus Verantwortung fr das Land. Und schiebt dem politischen Gegner auch noch den Schwarzen Peter zu, wenn der dieses durchsichtige Spiel nicht mitmachen und sich verweigern will.

Eines ist freilich auch klar: Solch gefhrliche Spielchen mit dem Feuer und falschen Flirts mit dem politischen Kontrahenten wird es in der deutschen Parteienlandschaft in den kommenden Jahren noch hufiger geben. Die Farb-Palette wurde sptestens mit dem Einzug der Dunkelroten in die westdeutschen Lnderparlamente neu gemischt. Und die Gefahr, dass damit Lug und Betrug zunehmen, drfte auch nicht kleiner werden. Denn gerade die SED-Seilschaften sind aus ihrer Vergangenheit bedingt entsprechend geschult.

Da zitiert man zur Not, zynisch opportunistisch und frei interpretiert, auch schon mal den frheren Klassenfeind: Was schert mich mein Geschwtz von vorgestern...

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