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Malteser und Feuerwehr proben den Ernstfall

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Hosenfeld-Blankenau. Ein LKW-Fahrer sackt bewusstlos hinter dem Steuer zusammen. Führungslos rollt der Kieslaster durch den Kreisel auf die Bushaltes

Hosenfeld-Blankenau. Ein LKW-Fahrer sackt bewusstlos hinter dem Steuer zusammen. Führungslos rollt der Kieslaster durch den Kreisel auf die Bushaltestelle zu, an der sich vier Personen aufhalten. Eine Person gerät unter den Lastwagen, die drei andren erleiden einen Schock. Alarmiert werden die Feuerwehr Blankenau, die Voraushelfer der Malteser Blankenau / Hainzell sowie die SEG des Malteser - Ortsverbandes. Während die Feuerwehr die Einsatzstelle sichert und sich zunächst um die Schockverletzten kümmert, wird der Verletzte unter dem LKW gerettet und von den Voraushelfern erstversorgt. Von einer nahen Baustelle besorgen sich die Einsatzkräfte Böcke und Paletten und bauen ein Hilfsgerüst an der Fahrertür auf. In einer gemeinsamen Aktion wird der Fahrer aus dem Führerhaus geborgen und von den Maltesern weiter versorgt. Der Durchgangsverkehr auf der Hauptstraße wird einspurig an der Einsatzstelle vorbeigeführt. Nahezu alle Autofahrer gehen wohl von einem "echten" Unfall aus. Drei Einsatzfahrzeuge und die zahlreichen Einsatzkräfte und auch viele Schaulustige sind zu beobachten. Lediglich die Fotografen und der Kameramann lassen erahnen, das es sich nicht um einen Realeinsatz handelt.

Für die zweite Übung wird ein Brand in der Hofmühle der alten Domäne angenommen. Nachdem die Feuerwehr eingetroffen ist und in einer ersten Rückmeldung von vermissen Personen die Rede ist, werden die Malteser zur Verletztenversorgung angefordert. Mit schwerem Atemschutz muss das mehrstöckige Innere der Mühle abgesucht werden, um die Verletzten zu finden. Diese werden durch die Einsatzkräfte der Malteser mit Sauerstoff erstversorgt, auch weitere Wunden werden behandelt. Neben der Verletztensuche wird von innen und außen der angenommene Brand aus mehreren Strahlrohren bekämpft.

Eine explosionsartige Brandausbreitung in der Grillhütte oberhalb von Blankenau führt zum dritten Übungseinsatz des Karfreitags. Da der vor Ort vorhandene Hydrant wegen Wartungsarbeiten nicht genutzt werden kann, wird ein Landwirt mit einem Güllefass und 5000 Litern Wasser zur Löschwasserversorgung angefordert. Nach dem Eintreffen der Feuerwehr stellt sich heraus, das sich auch Personen bei der Brandausbreitung verletzt haben, daher werden die Malteser nachgefordert. Die Feuerwehrkräfte übernehmen zunächst die Verletztenversorgung und bauen parallel dazu den Wassersack und die entsprechenden Leitungen auf. Nach dem Eintreffen des Landwirtes wird der Wassersack gefüllt, mit einer Saugleitung das Wasser entnommen und zur Brandbekämpfung verwendet. Die Malteser übernehmen die Verletztenversorgung und bringen zwei der Brandverletzten zunächst im KTW-B unter, da sich im Fahrzeug bessere Versorgungsmöglichkeiten bieten.

Zur abschließenden Übungsbesprechung hatte die Feuerwehr ins Gerätehaus nach Blankneau eingeladen, wo bei Karfreitagsmahl mit Fisch, Käse und Brot ein durchweg positive Bilanz gezogen werden konnte. Wehrführer Werner Hornung und Stellvertreter Siggi Weber danken allen Einsatzkräften für ihr Kommen und Mitwirken. Malteser-Ortsbeauftragter Andreas Honikel und sein Stellvertreter Jörg Brandes freuten sich ebenfalls über die positive Übungsbeteiligung. Bis auf Kleinigkeiten gab es an den Übungen durch die Beobachter nichts einzuwenden. Alle waren sich einig, das genau solche Übungen dazu da sind, um für den Ernstfall gerüstet zu sein und dann auch an die kleinen Unstimmigkeiten zu denken. Ein Dank galt Jürgen Diehl für die Ausarbeitung und Vorbereitung der Übungen, Christoph Herzog für den LKW, Peter Schnabel für Traktor und Güllefass und allen, die mit der Bereitstellung von Haus und Hof diesen Tag ermöglicht hatten. Andrea Faust, Kathrin Goldbach und Heiko Krenn von den Maltesern hatten die Unfallopfer geschminkt. Ihnen und den fünf Verletztendarstellern galt ebenfalls ein besonderer Dank für die realistische Darstellung bei den einzelnen Übungen. Auch im  kommenden Jahr wird es wieder Karfreitagsübung in dem Zusammenspiel Feuerwehr und Malteser geben. Hier wird die Zusammenarbeit geprobt, die im Ernstfall den Bürgerinnen und Bürgern und den verletzten Personen zugute kommt, die bei Notfällen aller Art auf das reibungslose Miteinander der Hilfsorganisationen angewiesen sind.

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