Malteser gegen sexualisierte Gewalt geschult

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Ehren- und hauptamtliche Führungskräfte der Malteser nahmen an einer Präventionsschulung für das Thema "sexualisierte Gewalt" in Fulda teil.

Fulda. Die Malteser im Bistum Fulda haben ihre ehren- und hauptamtlichen Führungskräfte in einer Präventionsschulung für das Thema sexualisierte Gewalt sensibilisiert. Im kommenden Jahr folgen weitere Schulungen für die ehrenamtlichen Helfer in den zahlreichen Diensten und Gliederungen.

"Eine Kultur der Achtsamkeit ist Voraussetzung für das Erkennen grenzverletzender und übergriffiger Situationen. Diese soll mit der Schulung weiter gestärkt werden", erklärt Sebastian Leitsch, der sich in der Präventionsarbeit der Malteser engagiert und als Ortsbeauftragter der Malteser Gliederung Steinhaus aktiv ist.

In der sechsstündigen Schulung, die in drei Gruppen mit je zwei Schulungsleitern durchgeführt wurde, erhielten die Malteser neben Grundwissen zu rechtlich relevanten Aspekten und Täterstrategien auch Schulungsbeispiele, die sich mit Grenzverletzungen, übergriffigem Verhalten und sexualisierter Gewalt auseinandersetzten. "Kern der Schulung ist auch, unsere Mitarbeiter und Helfer aufmerksam dafür zu machen, wann es einem Kind in ihrem Umfeld nicht gut geht, und sie anzuleiten, genau hinzuschauen und auch nachzufragen. Eine hohe Sensibilität und dann eine konsequente Umsetzung der Präventionsrichtlinien können sexuelle Gewalt verhindern. Da ist jeder Einzelne von uns gefordert", informiert Leitsch weiter.

Die Schulung der ehren-  und hauptamtlichen Führungskräfte ist einer von mehreren Schritten, den die Malteser im Bistum Fulda im Rahmen des Themas Prävention gehen. Im Verlauf des Jahres werden weitere Mitarbeiter und Helfer aus den unterschiedlichsten Diensten geschult. Darüber hinaus wurden im Verband auch Strukturen geschaffen, die greifen, wenn es trotz Prävention zu sexualisierter Gewalt kommt. "Es ist ein wichtiges Zeichen und eine große Unterstützung, dass der Malteser Hilfsdienst eine Präventionsbeauftragte hat. An sie muss sich jeder verpflichtend wenden, sobald er Situationen beobachtet, die z.B. Grenzverletzungen darstellen", erklärt Diözesangeschäftsführer Thomas Peffermann und ergänzt: "Auf diese Weise können wir schon im Verdachtsmoment aktiv werden."

Und auch in der Verbandsarbeit werde das Thema immer wieder aufgegriffen. "Das Jahresthema der Malteser Jugend ist in diesem Jahr, Kinderrechte‘. In Gruppenstunden oder auf Freizeiten werden Kinder und Jugendliche über das Thema informiert und in verschiedenen Projekten zur Auseinandersetzung mit dem Thema, Eigene Grenzen‘ motiviert", so Peffermann weiter. Auch das helfe dabei, Achtsamkeit für sich selber und für andere zu entwickeln.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren nach der Schulung betroffen, aber auch gut informiert und zuversichtlich gestimmt: "Natürlich ist das Thema sexualisierte Gewalt kein einfaches Thema", sagt Katharina Claus, die ehrenamtlich als Jugendgruppenleiterin der  Malteser in Fulda tätig ist. "Aber es ist so wichtig, dass wir durch Schulungen und sehr genaues Hinsehen immer wieder deutlich machen, dass in unserem Verband kein Platz für Täter ist."

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