Malteser machen auf Welt-Hospiztag aufmerksam

Die Malteser bieten ein abgestuftes Konzept ambulanter und stationärer Hospiz- und Palliativarbeit für schwerstkranke Kinder, Jugendliche, Erwachsene und deren Angehörige an.
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Die Malteser bieten ein abgestuftes Konzept ambulanter und stationärer Hospiz- und Palliativarbeit für schwerstkranke Kinder, Jugendliche, Erwachsene und deren Angehörige an.

Mit persönlicher Zuwendung und der Beratung zu schmerzlindernden Maßnahmen greifen Hospizbegleiterinnen und -begleiter Leid, Ängste und Sorgen der kranken Menschen auf. „Mit unseren geschulten, meist ehrenamtlich Mitarbeitenden kann jede und jeder über Sorgen und auch Sterbewünsche sprechen“, sagt Wilfried Wanjek, Leiter des Malteser Hospizdienstes im Bistum Fulda.

Fulda. Die Hospizbegleiterinnen und -begleiter widmen den kranken Menschen viel Zeit und hören zu. Taucht ein Wunsch zu sterben auf, fragen die Mitarbeitenden nach den (Hinter-)Gründen des Sterbewunsches und können oft dazu beitragen, dass körperliche und soziale Ursachen gelindert werden. Neu gewonnene Lebensqualität und erlebte Beziehungen lassen Sterbewünsche in den Hintergrund treten.

„Hospizarbeit ist Suizidprävention“, sagt Wanjek. „Die Malteser helfen mit ihren hospizlichen Angeboten einem – auch assistierten - Suizid entgegen zu wirken. „Umso mehr schmerzt es uns, dass wir durch die Corona-Pandemie nicht so viele Menschen begleiten konnten, wie in den Vorjahren“, bedauert Wanjek. Insbesondere in der ambulanten Hospizarbeit, in der die kranken Menschen in der eigenen Wohnung daheim oder in einer Altenhilfe-Einrichtung besucht werden, gab es Einschränkungen des persönlichen Kontakts. Vielfach waren die direkten Zugänge verwehrt.

„Wir möchten kranke Menschen und ihre Zugehörigen am Welt-Hospiztag dazu aufrufen, sich durch echte menschliche Zuwendung helfen zu lassen – gerade in den besonders krisenhaften Phasen zum Ende eines Lebens“, sagt Wanjek. Das Motto des Welt-Hospiztages am Samstag, 9. Oktober, lautet „Leben! Bis zum Schluss.“

Genügend geschulte Begleiterinnen und Begleiter stehen bei den Maltesern zur Verfügung. „Die Zahl der Ehrenamtlichen in der Hospizarbeit hat sich in den vergangenen zwei Jahren trotz Corona nicht verringert. Durch Corona waren zwar zahlreiche, vor allem über 60-jährige Begleiterinnen und Begleiter als Risikogruppe in ihren Kontakten eingeschränkt, aber jetzt sind fast alle wieder aktiv. Es sind sogar neue hinzugekommen“, so Wanjek. Auch mehr und mehr junge Menschen lassen sich zum Hospizbegleiter und zur Hospizbegleiterin schulen.

Mehr Informationen zur Malteser Hospizarbeit unter www.malteser.de/hospizarbeit und www.malteser-fulda.de .

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