"Man hört die Signale, allein es fehlt der Glaube"

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Schon der frühere Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel musste sich mit der Verkehrsregelung in der Fuldaer Freidrichstraße "herumplagen". Archivfoto Ehrensberger

Die Fuldaer SPD zur möglichen "Umwidmung" der Friedrichstraße wegen eines neuen Hotels.

Fulda. Sollte wirklich ein Umdenken hinsichtlich der künftigen Nutzung der Friedrichstraße stattfinden? Die Fuldaer SPD bleibt weiterhin skeptisch, weil die Erfahrung der letzten Jahre Anderes gezeigt habe, heißt es in einer Stellungnahme des SPD-Stadtverbandes Fulda.Alle Ansätze, die Friedrichstraße in eine Fußgängerzone umzuwidmen, seien bisher an der "betonierten und antiquierten Haltung der CDU" gescheitert. Deshalb höre man die Signale sehr wohl, allein es fehlt der Glaube. Vielleicht komme deshalb etwas Bewegung in die Sache, weil anstehende kommunale Wahlen ihre Schatten voraus werfen? Eine taktisch motivierte Diskussion, die dann möglicherweise doch nur im Status quo ende, lehne die SPD allerdings ab.

Wenn der neue Bürgermeister Wehner dieses Vorhaben wirklich ernsthaft betreibe, habe er auf alle Fälle die Unterstützung der SPD. "Denn schließlich wollen wir das schon seit Jahren", schreibt Co-Vorsitzender Hans-Jürgen Tritschler. Dazu erwarte man allerdings zeitnah Fakten und zwar vor den kommunalen Wahlentscheidungen.Es stellt sich aber auch die Frage, ob ein Umdenken deshalb stattfinde, weil die künftigen Hotelbetreiber eine reibungslose Buszufahrt zu dem neuen Hotel Unterm Hl. Kreuz einfordern? Unter den momentanen Umständen ist es kaum vorstellbar, dass Busse sich durch die Friedrichstraße quälen, meint Tritschler.Außerdem sei dies nicht nötig. Auch andere Hotels im innerstädtischen Bereich sind für Busse nicht erreichbar. Der Bahnhof ist fußläufig gut zu erreichen, und Busanreisenden ist es ebenfalls zumutbar, einige Meter zu Fuß zurück zu legen. Oder das Hotel regelt das mit Shuttle-Diensten. Ein solches Vorhaben finde jedenfalls nicht das Gefallen der SPD, betont Tritschler.Wir fordern eine sachliche und zielführende Diskussion mit dem Ziel, die Friedrichstraße in eine Fußgängerzone umzuwandeln. Dazu erwarten wir ernsthafte Vorschläge von Bürgermeister Wehner, heißt es zum Schluss der Pressemitteilung.

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