Manches wird Wirklichkeit: Ideen der „Zukunftswerkstatt“ warten auf Umsetzung

Aus 270 Vorschlägen verdichtete die Jury der „Zukunftswerkstatt“ in Fulda 133 Ideen aus der Bürgerschaft, die Fulda attraktiver machen sollen.
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Aus 270 Vorschlägen verdichtete die Jury der „Zukunftswerkstatt“ in Fulda 133 Ideen aus der Bürgerschaft, die Fulda attraktiver machen sollen.

Als großen Erfolg bezeichnen die Verantwortlichen die „Zukunftswerkstatt“, die vor drei Monaten in Fulda startete.

Fulda. „Die vor drei Monaten ins Leben gerufene ,Zukunftswerkstatt‘ ist ein sehr großer Erfolg“, sagte Stadt-Pressesprecher Johannes Heller am Beginn der Online-Pressekonferenz am Dienstag. Gemeinsam mit Dr. Eva Stüber von der „IFH Köln“, mit der die Stadt das Projekt gemeinsam gestartet hatte, wurde eine Zwischenbilanz gezogen.

„Wir machen das, um die Zukunftsfähigkeit Fuldas zu erhalten und weiter auszubauen“, sagte Stüber. Auch das Bundeswirtschaftsministerium und das „Handelsblatt“ seien auf das Projekt aufmerksam geworden. Mehr als 270 Beiträge seien eingegangen, 840 Kommentare und tausende „Likes“ seien zu nennen. Aus den 270 Beiträgen hat die 13-köpfige Jury 133 Vorschläge in die engere Auswahl genommen. „Viele der Ideen ähnelten sich“, erläuterte Stüber. „Jetzt muss die Umsetzung angegangen werden.“

Die Internet-Plattform könne derzeit nicht weiter von Nutzern gefüllt werden. „Sie ist eingefroren, aber alles, was bis zum Stichtag dort zu lesen war, ist noch abrufbar“, so Peter Hügel vom Amt für Stadtmarketing. „Ich danke allen für ihre Beiträge“, sagte Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Viele der Beiträge seien sehr ermutigend und es habe sich gezeigt, dass Fulda von den Teilnehmenden als Kultur- und Erlebnisraum ausgebaut werden solle. „Diese Zielsetzung wollen wir weiter entwickeln. Der Zwischenstand ermutigt uns, weiterzuarbeiten“, so Wingenfeld.

Ein Ziel, das möglichst bald umgesetzt werden soll, ist eine offene Bühne für Kultur. Als Standorte für diese Bühne wurden beispielsweise die Bahnhofstraße und die Löherstraße vorgeschlagen. Die Jury wünscht sich für diese Idee, die den Vereinen und Künstlern den Neustart nach der Pandemie erleichtern soll, eine baldige Realisierung. Auch das Thema dauerhafte Marktstände oder Markthalle stand bei der Jury hoch im Kurs, ebenso wie Projekte, die Fuldas Innenstadt als besonderen Erlebnisraum erfahrbar machen sollen. Die Jury sei sich bewusst, dass dies kein Projekt für eine ganz schnelle Realisierung ist, äußerte aber die Hoffnung, dass noch in 2021 temporär kulinarische oder handwerkliche Stände auf den Plätzen der Stadt auftauchen können.

Mit der Jury wurde vereinbart, dass Ende 2021 eine Zwischenbilanz gezogen werde. Wingenfeld machte deutlich, dass in der Zukunftswerkstatt noch viel mehr gute Ideen stecken: „Die drei ausgewählten Projekte sollen jetzt die Kreativität aller Beteiligten beflügeln. Wie genau diese umgesetzt werden können, werden wir in den nächsten Wochen sehen.“ Viele Anregungen aus der Werkstatt seien bereits jetzt in der Umsetzung. So sei der Wunsch nach Rundwanderwegen in der Nähe der Innenstadt bereits erhört worden: Derzeit laufen Baumaßnahmen für den „Bonifatiusstieg“ als besonderes Angebot für Einheimische und Touristen. Ein E-Bike-Verleih ist bereits etabliert, neue Angebote im Bereich Wohnmobilstellplatz/Camping wurden in den vergangenen Wochen geschaffen, und der bereits konzipierte Skate- und Bewegungspark in der Fulda-Aue kommt sicher dem Wunsch nach mehr Sportmöglichkeiten entgegen.

Bei der konkreten Umsetzung der Ideen aus der Zukunftswerkstatt hofft die Stadt Fulda auf Fördermittel aus Wiesbaden: „Wir haben unsere Maßnahmenvorschläge für das Programm sogar mit Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erarbeitet und haben damit gute Chancen auf Landesmittel“, ist der OB überzeugt.

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