Mann vergisst Ehefrau an Raststätte: Ist der bekloppt?

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Osthessen. Eine kaum glaubliche Geschichte hat sich kürzlich an einer Kirchheimer Autobahnraststätte zugetragen.

Osthessen. Hoppla, das war ein holpriger Start ins gemeinsame Eheleben. Um nicht zu sagen, ein unvergesslicher. Im wahrsten Sinne des Wortes eigentlich einer zum Vergessen.

Die 33-jährige Eileen Nowack aus Wandlitz in Brandenburg war mit ihrem Mann und den beiden kleinen Kindern auf Hochzeitsreise in Südfrankreich. Auf der Rückfahrt von den Flitterwochen mit ihrem Kleinbus mit der bezeichnenden Aufschrift "Just Married" ("gerade geheiratet") passierte dann auf der A7 an der Rastanlage Kirchheim das "Malheur": Ihr Mann Gernot fuhr ohne sie weiter.

Der 47-Jährige hatte einen Tankstopp eingelegt, die Frau war kurz – allerdings unbemerkt von ihm, als der die Tankrechnung bezahlte – zur Toilette gegangen. Ihr Mann wähnte sie schlafend auf dem Rücksitz. Dass seine Frau nicht mehr an Bord war bemerkte er erst, als seine Kinder hinten zappelig wurden. Er wunderte sich. Eileen hätte diese doch längst beruhigt. Da war er allerdings schon zwei Stunden und 200 Kilometer weiter bis nach Braunschweig gefahren.

Die vergessene Ehefrau in einer ersten Reaktion zu "HIT RADIO FFH": "Ist der bekloppt?! Ich hatte kein Geld und kein Telefon dabei." Und weiter: "Ich bin nicht sauer auf meinen Mann – es war ja keine Absicht."

Die über den Tankstellenpächter alarmierte Polizei versuchte den Ehemann "abzufangen", scheiterte zunächst aber, weil offenbar sowohl das Nummernschild als auch die Automarke verwechselt wurden. Und auch die Suche übers Radio war erst einmal nicht erfolgreich: "Wir haben keinen Verkehrsfunk gehört, sondern eine CD von Konstantin Wecker." Später hat dann ein Aufruf über Radio denn doch noch funktioniert. Und die beiden frisch Vermählten und kurzzeitig Getrennten waren wieder glücklich vereint. Wenn das kein unvergesslicher Start ins gemeinsame Eheglück ist.

Auf die Frage von "Fulda aktuell" ob "bei der ganzen Geschichte nicht doch etwas hängen geblieben" sei, antwortete Gernot Nowack kurz und bündig am Telefon: "Zwischenmenschlich bei uns beiden überhaupt nicht."Mehr darf er nicht sagen. Günther Jauch hat seine Geschichte gekauft.

(Foto: Palmera/Pixelio.de)

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