Maskenpflicht: Ja oder nein?

Ein Klartext zum Thema Maskenpflicht.
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Ein Klartext zum Thema Maskenpflicht.

Ein Klartext zum Thema Maskenpflicht von Redakteur Christopher Göbel.

Maskenpflicht – oder nicht? Diese Frage sorgt derzeit für Uneinigkeit in Politik und Bürgerschaft. Manche Bundesländer haben sie im Freien bereits abgeschafft, andere nicht. Auch wann und wo weiterhin Masken getragen werden müssen, ist von Land zu Land, von Region zu Region, ja sogar von Anlass zu Anlass unterschiedlich. Hier zeigen Bund und Länder wieder einmal, dass jede Landesregierung ihr eigenes Süppchen kocht und es keine allgemeingültigen Regelungen gibt.

Wie wir gerade bemerken, sind FFP2-Masken bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius nicht sehr angenehm zu tragen. Beim Gang durch die Stadt ist mir aufgefallen, dass gefühlt mehr als 95 Prozent der Menschen im Freien keine Maske mehr tragen. Auch wenn vielerorts Schilder mit „Ab hier bitte nur mit Mund-Nasenschutz“ oder ähnlichen Anweisungen aufgestellt sind. In den Geschäften halten sich fast alle Menschen daran, Mund und Nase zu bedecken, aber sobald der Laden verlassen ist, reißen sich viele die Maske sofort vom Gesicht. Es sei ihnen gegönnt. Aber ob es vernünftig ist, sei mal dahingestellt.

Niemand kann genau sagen, wie sich COVID-19 verbreitet hätte, wenn es niemals eine Maskenpflicht gegeben hätte. Was sich aber gezeigt hat: Auch andere ansteckende Krankheiten haben sich in den vergangenen Monaten langsamer verbreitet. Irgendeinen Sinn werden diese Masken also haben.

Ich trage die Maske dort, wo ich muss, setze sie aber ab, wenn sie mir zu unbequem ist und wenn ich denke, dass ich sie gefahrlos in die Tasche stecken kann. Das machen sicherlich viele andere auch so. Dass das Tragen von Mund-Nasen-Masken dem Schutz der Allgemeinheit dient, sollte man dennoch nicht vergessen. Ich bin überzeugt, dass wir eine schlimmere Krise gehabt hätten, wäre keiner auf die Idee gekommen, Masken zur Verpflichtung zu machen.

Es ist vielleicht in manchen Situationen unangenehm, die Maske aufzuhaben. Das kennt jeder. Aber sich deshalb über geltende Regeln hinwegzusetzen, halte ich für egoistisch und rücksichtslos.

Neulich sind mir wieder Zeitgenossen begegnet, die meinten, mich belehren zu müssen: „Im Freien braucht‘s keine Maske“ und „Sie bekommen unter dem Ding nicht genug Sauerstoff“. Ich habe sie ignoriert. Mit Maskenverweigerern zu diskutieren bringt nichts. Ich habe aber zu keiner Zeit mit Maske unter Sauerstoffmangel oder unter etwas anderem gelitten. Beim Benutzen öffentlicher Verkehrsmittel oder in Menschenansammlungen, in denen man Fremden unweigerlich näher kommt als 1,50 Meter, gibt mir meine Maske sogar ein gewisses Gefühl von Sicherheit. Ich werde meine Maske auf jeden Fall so lange tragen, wie es geboten ist.

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