Maskottchen Scotty wundert sich über das Verhalten eines Ausstellers beim Fürstlichen Gartenfest

Maskottchen Scotty und eine wunderliche Begegnung auf dem Fürstlichen Gartenfest auf Schloss Fasanerie

Was unser Maskottchen Scotty beim Fürstlichen Gartenfest erlebte, hat es sehr verwundert.

Ich war neulich bei dem „Fürstlichen Gartenfest“ auf „Schloss Fasanerie“. Das Wetter war super, und was da präsentiert wurde, schon ziemlich spitzenmäßig. Kunst, Pflanzen, Leckereien, Handwerk – die Veranstalter wussten genau, was sie heranholen müssen, um das Gartenfest an dem wunderschönen Barockschloss zu einem Anziehungspunkt für Gartenliebhaber zu machen.

 Ich hatte nur den Eindruck, dass sie sich bei einem Aussteller vertan hatten. Die Dame war gar nicht wirklich auf dem Gartenfest-Gelände, sondern in einem Raum im „Kavaliershaus“ untergebracht. Mit Gemälden und Kunstdrucken, so der Gartenfest-Katalog. Also: Ich war ja als Pressemensch da. Mit Block, Stift und Kamera – wie es sich gehört. Ich schlenderte auf dem Festgelände herum, fotografierte, was das Zeug hielt, und die „Modelle“ schienen auch Gefallen daran zu finden, von mir abgelichtet zu werden. Auch wenn ich zugeben muss, dass die Schönheit der Farben auch von der besten Kamera nicht wirklich festgehalten werden können. Also, die journalistische Arbeit ging unvermindert und problemlos weiter ... bis ich in eben jeden Raum im „Kavaliershaus“ kam.

Ich zückte die Kamera und hörte von der Seite „Nicht fotografieren! Sie dürfen hier nicht fotografieren!“ Zu spät, denn ich hatte den Auslöser schon betätigt. Ich schaute die Dame, die jenes gerufen hatte, etwas konsterniert an und zeigte auf meinen Gartenfest-Presseausweis. „Presse darf, aber Sie hätten fragen müssen, ob sie fotografieren dürfen“, meinte die Künstlerin (oder die Galeristin ... oder wer auch immer da hinter dem Tapeziertisch saß und motzte). Presse? Fragen, ob man bei öffentlichen Veranstaltungen fotografieren darf? Ich meine, die Dame selbst stand ja nicht im Fokus meiner Kamera, sondern die Bilderchen an der Wand. Und die haben nicht mal ein Persönlichkeitsrecht am eigenen Bild.

Was also trieb besagte Dame an, das Fotografieren der öffentlich ausgestellten Werke zu unterbinden? Ich weiß es nicht. Schämte sie sich etwa ihrer Kunst? Ich dachte so bei mir, dass wir als Zeitung mit einer Bildergalerie von den Ausstellern zu deren Bekanntwerden beitragen, zeigen, was sie als Floristen, Künstler oder Bildhauer drauf haben. Denn jedes Foto in der Presse – ob in der Zeitung oder im Internet – ist kostenlose Werbung für den Abgebildeten. So dachte die Dame im „Kavaliershaus“ wohl nicht – und ich drehte mich schnurstracks um und löschte das Foto umgehend von der Kamera – wie ein Kavalier eben. Vielleicht hat sie auch Kavalier mit Kavallerie verwechselt und meinte, die sture Stute im Sturm auf Kameras geben zu müssen... ?!

So ein Fall kommt in der journalistischen Arbeit zum Glück sehr selten vor. Alle anderen Aussteller des „Fürstlichen Gartenfestes“ jedenfalls hatten keine Probleme, vor den zahlreichen Kameras – ob privat oder journalistisch motiviert – zu posieren. Das Fest war auf jeden Fall ein wunderbares Ereignis! Und auf www.lokalo24.de gibt es auch Bildergalerien – ganz ohne Fotos aus dem „Kavaliershaus“:

Fotogalerie von Tag 1

Fotogalerie von Tag 2

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