Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners starten

Ablauf der Bekämpfung ist vom Witterungsverlauf abhängig 
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Ablauf der Bekämpfung ist vom Witterungsverlauf abhängig 

Wie bereits in den beiden vergangenen Jahren, so setzt die Stadt Fulda auch 2021 wieder auf die vorbeugende Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners.

Fulda. Zum Einsatz kommen dabei ausschließlich biologische oder mechanische Mittel. Die ersten Maßnahmen sollen bereits heute Abend starten, die weiteren Schritte sind stark vom Witterungsverlauf der kommenden Tage und Wochen abhängig.  

Nach dem ersten massiven Auftreten des Eichenprozessionsspinners in Fulda 2018 hatte die Stadt bereits 2019 und 2020 auf die frühzeitige, gezielte Bekämpfung der Raupen durch ein Biozid gesetzt und dabei gute Erfolge erzielt.  Aufgrund des vergleichsweise kühlen Jahresbeginns und Frühjahrs sowie des späteren Blattaustriebs bei den Eichen erfolgt der Start der Bekämpfungsaktion etwas später als in den vergangenen Jahren. Die sogenannten Brennhaare der Tiere (in einem bestimmten Raupenstadium) können Hautausschläge oder gefährliche allergische Reaktionen auslösen. Wichtig ist für die Bekämpfung, dass die Raupen rechtzeitig, d.h. vor dem Erreichen des dritten Raupenstadiums abgetötet werden. An stark frequentierten Eichenstandorten an Straßen, in öffentlichen Grünanlagen, Spielplätzen, Fried- und Schulhöfen, sowie Freiflächen von Kindertagesstätten werden deshalb über eine beauftragte Fachfirma biologische Mittel gezielt in die Baumkronen ausgebracht, die von den Raupen über den Blattfraß aufgenommen werden.

Im ersten Schritt sollen die Eichenbäume in Gewässernähe behandelt werden. Zur Besprühung der Eichenbäume entlang der Fulda, sowie in der Nähe von anderen Oberflächengewässern, kommen sog. Nematoden (biologisches Mittel) zum Einsatz. Da diese Fadenwürmer sehr licht- und austrocknungsempfindlich sind, findet die Ausbringung in den späten Abend- und Nachtstunden (zwischen 21 und 3 Uhr) statt. An allen anderen Eichenstandorten wird das bewährte Bacillus thuringiensis, ein Bakterium, das vor allem im Boden, aber auch an Pflanzen und in Insektenkadavern natürlich vorkommt, eingesetzt werden.

Die Bereiche um die besprühten Eichen werden temporär abgesperrt – die Stadt bittet, die entsprechenden Hinweisschilder zu beachten!

Sobald sich an einem Standort bereits Raupennester (ab dem 3. Larvenstadium) gebildet haben, müssen diese händisch abgesammelt werden (unter Vollschutz inkl. Atemschutz), da die gefährlichen Brennhaare ab diesem Zeitpunkt voll entwickelt sind. Auch verlassenen Nester, in denen sich nur noch die Raupenhüllen befinden, müssen abgesammelt werden, da die Brennhaare auch dann ihre Wirkung nicht verloren haben und weiterhin bei Kontakt gefährlich sind. Das Amt für Grünflächen und Stadtservice warnt ausdrücklich vor der eigenmächtigen Beseitigung der Eichenprozessionsspinnerraupen oder deren Nester. Sollte es nach Kontakt zu Haut- oder Atemwegreizungen kommen, sollte umgehend der Hausarzt bzw. der ärztliche Notdienst aufgesucht werden.

Entlang öffentlicher Anlagen oder Wege regelt das Amt für Grünflächen und Stadtservice die Beseitigung. Sollten dort an Eichenbäumen Gespinstnester entdeckt werden, so können diese direkt an das Amt für Grünflächen und Stadtservice, Telefon (0661) 102-1772; E-Mail gruenflaechen@fulda.de oder über das Bürgerbüro unter Telefon (0661) 102-1111 gemeldet werden (Montag bis Donnerstag 8 bis 17 Uhr; Freitag 8 bis 15 Uhr). 

Betroffenen privaten Grundstückseigentümern wird empfohlen, entsprechende Fachfirmen hinzuziehen. Die Kontaktadressen sind i.d.R. leicht über das Internet ausfindig zu machen.

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