Medizin-Nachwuchs für den Landkreis Fulda: 13 neue Fulda-Stipendiaten

Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt.
+
Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt.

Der Landkreis Fulda hat gemeinsam mit den drei Kliniken im Landkreis Fulda am heutigen Freitag die Verträge an 13 neue Fulda-Stipendiatinnen und -Stipendiaten übergeben. Die Medizin-Studierenden erhalten damit eine monatliche Förderung in Höhe von 500 Euro und verpflichten sich im Anschluss an ihr Studium zu einer dreijährigen Tätigkeit als Arzt oder Ärztin im Landkreis Fulda.

Landkreis Fulda. „Wir haben uns entschieden allen 13 Bewerberinnen und Bewerbern das Stipendium zu gewähren. Wir waren von Ihnen allen in den Vorstellungsgesprächen sehr begeistert“, sagt Erster Kreisbeigeordneter Schmitt. „Die drei Kollegen aus den Krankenhäusern hätten Sie am liebsten sofort bei sich eingestellt.“

Nach der Übergabe: Hinten von links: Maximilian Erlekampf, Sven Kemmerzell, Max Burkard, Melanie Kreiß, Vanessa Ofenstein-Bleuel, Prof. Dr. Gabriele Köhler (Klinikum Fulda) Mitte von links: Josefin Dreißigacker, Jasmin Fippl, Luisa Maurer, Hanna Zdiarstek, Frederik Schmitt (Erster Kreisbeigeordneter Landkreis Fulda) Vorne von links: Sebastian Mock (Helios Klinik Hünfeld), Miriam Henkel, Celine Bahn, Cara Lachmann, Christian Hausmann, Matthias Färber (Herz-Jesu-Krankenhaus)

Die monatliche Förderung in Höhe von 500 Euro soll es den Nachwuchsmedizinern ermöglichen, sich intensiv auf ihr Studium zu konzentrieren, um schnell einen erfolgreichen Abschluss zu erreichen. Das Stipendium wird vom Landkreis Fulda und den drei Krankenhäusern der Region (Klinikum Fulda, Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda, HELIOS St. Elisabeth Klinik Hünfeld) finanziert.

Ziel des Stipendiums ist, die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum aber auch in den Kliniken im Landkreis sicherzustellen und Fachkräften in diesem Bereich zu gewinnen. „Wir wollen die Studierenden möglichst früh wieder an die Region binden“, fügt Schmitt hinzu.

„Ich gratuliere Ihnen zu Ihrem Stipendium. Es ist eine wunderbare Idee, dass sich junge Menschen, die aus der Region kommen, wieder ganz bewusst dazu entscheiden in die Region zurückzukommen und diese als berufliche Heimat zu sehen“, betont Prof. Dr. Gabriele Köhler vom Klinikum Fulda.

Dass es so viele Stipendiatinnen und Stipendiaten sind, freut Sebastian Mock von der HELIOS St. Elisabeth Klinik Hünfeld: „Fachkräfte zu gewinnen ist die eine Herausforderung, sie langfristig zu binden die andere. Dass Sie bereits einen Bezug zur Region haben ist dabei definitiv eine gute Voraussetzung. Wir hoffe, dass wir Sie in einer der Kliniken, im allgemeinmedizinischen Bereich oder im Gesundheitsamt des Landkreises wiedersehen.“

„Ich freue mich, dass Menschen, die hier groß geworden sind, auch hierbleiben wollen. Ich wünsche Ihnen deshalb alles Gute für Ihre weiteren Prüfungen und Ihr Studium“, rundete Matthias Färber vom Herz-Jesu-Krankenhaus die Glückwünsche ab.

Schmitt gab zudem noch einen Ausblick für interessierte Studierende: „Wir werden jährlich Stipendien vergeben – zwar nicht in dieser großen Anzahl – aber es lohnt sich jetzt schon, sich für das neue Auswahlverfahren zu bewerben.“ Alle Infos zur Bewerbung gibt es online unter www.fulda-stipendium.de

Das Stipendium

Stipendiaten erhalten eine monatliche Förderung in Höhe von 500 Euro. Studierende, die aus dem Landkreis Fulda stammen oder einen Bezug zur Region Osthessen haben, können sich für das Stipendium bewerben. Sie müssen bereits vier Semester Medizin studiert und den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung erfolgreich abgelegt haben. Das Stipendium wird für maximal acht Semester bis zum Ende der Regelstudienzeit zuzüglich drei Monate für die Prüfungszeit gewährt. Mit dem Stipendium verpflichten sich die Studierenden im Anschluss an ihr Studium an eine dreijährige ärztliche Tätigkeit in einer der drei Kliniken oder einer allgemeinmedizinischen Praxis oder im öffentlichen Gesundheitswesen im Gesundheitsamt des Landkreises Fulda. Für die Ableistung der dreijährigen ärztlichen Tätigkeit im Anschluss an das Studium haben die Stipendiaten fünf Jahre Zeit. So besteht die Möglichkeit, beispielsweise zwei Jahre Erfahrungen im Ausland oder in anderen Regionen zu sammeln, bevor der Stipendiat oder die Stipendiatin in den Landkreis Fulda zurückkehren.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

„Wir ticken anders als andere“: Wie Familie Hack mit dem Asperger-Syndrom des neunjährigen Jacob umgeht
Fulda

„Wir ticken anders als andere“: Wie Familie Hack mit dem Asperger-Syndrom des neunjährigen Jacob umgeht

Leben mit Autismus: Wir besuchten Familie Hack aus Osthessen und zeigen, wie das Leben mit einem von Autismus betroffenen Kind aussieht.
„Wir ticken anders als andere“: Wie Familie Hack mit dem Asperger-Syndrom des neunjährigen Jacob umgeht
Parking Day in Fulda
Fulda

Parking Day in Fulda

Der ADFC, Verkehrswende Fulda (VCD) und Greenpeace Fulda laden zum Parking Day in die Lindenstraße ein.
Parking Day in Fulda
Ende September kommt die letzte Spritze
Fulda

Ende September kommt die letzte Spritze

Bilanz des Impfzentrums im „Esperanto“: Mobile Teams bleiben aktiv.
Ende September kommt die letzte Spritze
Aus Marie wird Noah - Im falschen Körper geboren: Ein Jugendlicher erzählt
Fulda

Aus Marie wird Noah - Im falschen Körper geboren: Ein Jugendlicher erzählt

Noah aus Osthessen war bis vor kurzem Marie. Mit 16 Jahren hat sich der Teenager geoutet.
Aus Marie wird Noah - Im falschen Körper geboren: Ein Jugendlicher erzählt

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.