Mehr Arbeitslose in der Ferienzeit

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Osthessen. Einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen vermeldet die "Agentur für Arbeit" für den Monat August.

Osthessen. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im August im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda (Landkreis Hersfeld-Rotenburg und Landkreis Fulda) bedingt durch die Sommerferien angestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 4,1 Prozent und damit deutlich unter dem Hessendurchschnitt. Insgesamt nahm die Zahl der Arbeitslosen um 209 Personen auf 7.325 zu (+2,9 Prozent), wobei sich die Entwicklung in den zum Agenturbezirk gehörigen Landkreisen unterschiedlich dar-stellte. Während sich die Zahl der Erwerbslosen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit 3.195 auf dem Niveau des Vormonats bewegte (-0,1 Prozent), stieg die Arbeits-losigkeit im Landkreis Fulda auf 4.130 (+5,4 Prozent) an. Bereits im Vorjahr war der Sommerferien-Ausschlag bei der Arbeitslosigkeit in der Region Fulda stärker aus-geprägt als im Hersfelder Raum.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk hingegen niedri-ger. Aktuell sind 3.720 Männer und damit 114 weniger als im Vorjahr arbeitslos gemeldet. Bei Frauen ging die Arbeitslosigkeit um 95 auf 3.605 zurück.

Am stärksten zurückgegangen ist binnen Jahresfrist die Zahl der jüngeren Arbeits-losen unter 25 Jahren. Hier verzeichneten Arbeitsagentur und die Kreisjobcenter insgesamt ein Minus von 134 (-11,8 Prozent).

Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur akquirierte im August 1.096 Stellen – 385 mehr als im Juli. Davon betrafen lediglich 57 Stellenangebote geringfügige Be-schäftigungsverhältnisse. Bedarf an Fach- und Hilfskräften besteht in nahezu allen Bereichen, unter anderem im verarbeitenden Gewerbe sowie im Handel.

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist in der Region Fulda im August – wie in den Sommerferien üblich - gegenüber dem Vormonat um 211 Personen auf insgesamt 4.130 Arbeitslose angestiegen (+5,4 Prozent), wobei der Zuwachs stärker als in Hessen insgesamt ausfiel. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich auf 3,5 Prozent und liegt weiterhin deutlich unter dem Hessendurchschnitt.

Besonders stark vom An-stieg der Beschäftigungslosigkeit betroffen waren im August jüngere Arbeitslose unter 25 Jahren (+18,1 Prozent auf 594). "Diese Entwicklung bei jüngeren Perso-nen ist primär auf die Beendigung von Ausbildungsverhältnissen zurückzuführen. Wir gehen davon aus, dass wir einen Großteil dieser jungen Menschen in den nächsten Wochen wieder in den Arbeitsmarkt integrieren können", erklärt Walde-mar Dombrowski, Leiter der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda. Die Zunahme der Arbeitslosigkeit betraf beide Rechtskreise: Bei der Arbeitsagentur waren im vergangenen Monat 1.903 Personen arbeitslos gemeldet (+127 gegen-über Juli), beim Jobcenter des Landkreises 2.227 (+ 84). Im Vorjahresvergleich hingegen ist ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 180 Per-sonen zu verzeichnen (-4,2 Prozent).

Wenn auch die Konjunkturdynamik etwas an Fahrt verloren hat, sprechen die Daten für eine nach wie vor stabile Arbeitsmarktlage. So konnte der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur im August 611 Stellen akquirieren – 202 mehr als im Juli und 87 mehr als im Vorjahresmonat. Besonderer Bedarf besteht momentan an Fachkräften in der Altenpflege und im Einzelhandel; gesucht werden auch Metallbauer/innen (Konstruk-tionstechnik), Industriemechaniker/innen, CNC-Dreher/innen und –Fräser/innen so-wie Helferinnen und Helfer im Bereich Kunststoff, Kautschuk.

Mit Sorge betrachtet Waldemar Dombrowski, dass die Wirtschaft durch die gegenwärtigen internationalen Konflikte verunsichert wird und langfristige Planungen be-einträchtigt werden könnten.

Auch wenn die meisten betrieblichen Ausbildungen bereits begonnen haben oder in Kürze beginnen werden, gibt es immer noch die Chance, eine freie Lehrstelle zu ergattern. Die Aktivitäten am Ausbildungsmarkt laufen weiterhin auf Hochtouren - es sind noch zahlreiche Stellen zu besetzen. Interessierte Jugendliche sollten sich bei den Berufsberaterinnen und -beratern der Agentur für Arbeit in Fulda melden. Eine Terminvereinbarung ist über die kostenfreie Service-Rufnummer 0800/ 4555500 möglich.

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