Mehr Müll in der Krise: Abfallmenge in Fulda wegen Corona gestiegen

Die Corona-Pandemie hat es mit sich gebracht, dass in Fulda mehr Müll produziert wird. Ärgernisse sind Verschmutzungen in Parks und Grünanlagen.

Fulda - In Corona-Zeiten sind die Mengen an Müll angestiegen. Das hat man auch in der Stadt Fulda festgestellt: „Die Zahl der Meldungen über verschmutze Wertstoffplätze hat während der Corona-Krise zugenommen.

Gestiegen sind im Monat März vor allem die Abfallmengen, die neben den Container abgestellt wurden, und zwar um rund ein Drittel“, so Johannes Heller, Pressesprecher der Stadt Fulda, auf Anfrage von „Fulda aktuell“.

Für April lägen bislang noch keine Zahlen vor. Die Stadt vermutet, dass die Zunahme damit im Zusammenhang steht, dass die Bürgerinnen und Bürger vermehrt Lieferdienste in Anspruch nehmen. „Dies sieht man beispielsweise an der Menge der Pizzakartons“, so Heller.

Keine Steigerung beim Hausmüll

Beim Hausmüll seien die Zahlen für 2020 nicht besonders auffällig. So wurden in der zweiten Monatshälfte April insgesamt 511,87 Tonnen Hausabfälle aus der Stadt Fulda im Abfallzentrum Kalbach des Landkreises angeliefert. In der ersten Monatshälfte des Aprils waren es 374,22 Tonnen. Im April 2019 waren es insgesamt 859,07 Tonnen Müll. „Im Jahresvergleich ist somit beim Hausmüll keine große Steigerung zu verzeichnen“, so Heller.

Das Ordnungsamt stellte in den vergangenen Wochen vermehrt Müll in Grünanlagen fest. „Die Beobachtung ist, dass die Verschmutzung häufig auf den Verzehr von To-Go-Produkten zurückgeht, also zum Beispiel leere Kaffeebecher einfach in Hecken geworfen werden. Dies hat augenscheinlich in der Zeit zugenommen, als Cafés, Pizzerien und Restaurants nur Außer-Haus-Verkauf anbieten konnten“, so Heller. Wenn die Verursacher ermittelt werden können, wird ein Verwarngeld fällig oder in schwerwiegenden Fällen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Was ist in Zeiten der Corona-Pandemie beim Abfall zu beachten?

Landkreis Fulda. Sämtliche Abfälle, die kontaminiert sein könnten, sollen in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke gegeben werden. Ein Einwerfen von zum Beispiel losen Taschentüchern in eine Abfalltonne ist zu unterlassen. Die Abfallsäcke/-beutel sind anschließend durch Verknoten oder Zubinden zu verschließen und dann in die Restmülltonne zu geben. Sie dürfen nicht neben die Mülltonne gestellt werden.

Für getrennt gesammelte Abfälle (Altpapier, Gelbe Tonne/Gelber Sack) ist darauf zu achten, dass mindestens drei Tage vor dem Abholtermin keine Abfälle in die jeweiligen Tonnen oder Säcke gegeben werden. Gleiches gilt auch für die Restmülltonne.

Für Glasabfälle und Pfandverpackungen wird empfohlen, diese nicht über den Hausmüll zu entsorgen, sondern bis zur Aufhebung der Quarantäne im Haushalt aufzubewahren. Eine Reinigung der Oberflächen ist empfehlenswert.

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