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Meinung hoch Drei: Die Zeitumstellung

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Von: Christopher Göbel

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Die FULDA-AKTUELL-Redaktion zum zweimal im Jahr wiederkehrenden Thema Sommer- und Winterzeit.

Ewig Gestrige

Wollen wir tatsächlich wieder die Zeit zurückdrehen? Nichts anderes ist die unnötige Diskussion pro oder contra Sommerzeit. Wer nach 30 Jahren immer noch nicht kapiert hat, ob man im Frühjahr und Herbst die Uhren nun vor- oder zurückstellen muss, dem ist nicht zu raten und nicht zu helfen. Diese ewig Gestrigen setzen sich ansonsten – ohne zu klagen – bei drei bis vier Überseeurlaubsflügen pro Jahr fünf- bis zehnstündigen Jet-lags aus – und dann wollen sie mit einer Stunde Zeitdifferenz nicht klar kommen? Die Debatte um die Abschaffung der MESZ ist so unnötig wie ein Kropf und hat in etwa die Kernkompetenz eines in China umfallenden Sack Reises (wieviele Stunden liegen die eigentlich zurück, pardon, sind sie uns voraus?). Ende im Gelände mit dem leidigen Thema – bis zum 30. März 2014.

Wir sparen nichts

Vor? Oder zurück? Zweimal im Jahr stehe ich vor der Frage, was ich des Nachts mit den Drehrädchen meiner – zugegeben zahlreichen – Uhren anstellen soll. Diesmal "gewinnen" wir eine Stunde des Tages. Ich frage mich häufig, wofür wir diese Sommer- und Winterzeit-Umstellung brauchen. Als das in den 1980-er Jahren (wieder-)eingeführt wurde, waren die Energiespar-Gründe (Ölkrise) nachvollziehbar. Aber heute? Zwar machen wir abends später die Lampen an, dafür aber morgens früher die Heizung. Wir sparen heute also nichts mehr, sondern verbrauchen durch die Umstellung sogar mehr Energie. Das wäre eine schöne Aufgabe für die EU, denn in den meisten europäischen Ländern wird zweimal jährlich an der Uhr gedreht: Schafft die Zeitumstellung ab! Wir brauchen sie nicht.

Kaum relevant

Die Stunde "Zeitgewinn” ist für mich genauso wenig merklich, wie die Stunde "Zeitverlust” bei der Umstellung auf die Sommerzeit. Für mich ist die Aufregung darüber kaum begreifbar. Warum ist das für Viele so relevant, dass immer wieder darüber gesprochen werden muss? Vielleicht ist auch mein eigenes Zeitmanagement schlecht, denn anscheinend scheinen Andere durch eine Stunde mehr oder weniger in ihrem Alltag beeinflusst zu werden. Laut Studien sind es gerade Frauen, deren Biorythmus durch die Umstellung Tage aus dem Konzept gebracht wird. Von solchen Problemen bin ich nicht betroffen, vielleicht hätte ich sonst eine ganz andere Einstellung zu dieser Thematik. So ist mir die Zeitumstellung ziemlich egal, die zusätzliche Stunde werde ich verschlafen...

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