MeinunghochDrei: Gruben-Unglück

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Fulda aktuell zur K+S-Katastrophe in Unterbreizbach

Tod in der Tiefe

Sie wird gegen den plötzlichen und unvorhersehbaren Tod angerufen. Möglicherweise deshalb ist die Heilige Barbara Schutzpatronin der Bergleute. Doch  auch Gebete haben beim schrecklichen Unglück in Unterbreizbach nicht mehr helfen können, drei eingeschlossene Bergleute konnten nur noch tot geborgen werden. Täglich hört man von schweren Bergwerks-Unglücken weltweit – in Kohlegruben in China, in Diamantenminen in Südafrika, in Gold- und Kupfermine in der chilenischen Wüste. Das alles ist weit weg, doch wenn das Schicksal in unmittelbarer Nähe zuschlägt, wenn man möglicherweise Verwandte oder Bekannte  hat, die involviert sind, dann bekommt das Ganze eine andere Dimension. Trauern wir mit den Angehörigen und beten wir, dass die Natur nicht bald wieder zuschlägt.

Gewaltiger Erdball

Die Erde ist stärker als alle Maschinen, die sich in sie hineinbohren. Stärker als die Menschen. Gewaltiger und unberechenbarer dazu. Dass Grubenunglücke immer wieder passieren, ist ein Indiz dafür, dass wir für billige Rohstoffe, Profit und Verbrauch immer mehr Salz, Kohle, Gold und Diamanten haben möchten. Dass die Unternehmen, die sich in die Tiefen der Erde sprengen, die Macht der Erde zu gering einschätzen, zeigen die zahlreichen Grubenunglücke auf der ganzen Welt. Es gibt gefährliche Arbeitsplätze – die leider manchem Arbeitnehmer zum Verhängnis werden. Trauer und Betroffenheit sind angebracht – aber auch die Verantwortung der Unternehmen, die Sicherheit ihrer Mitarbeiter unter Tage  zu gewährleisten. Auch wenn es für die drei toten Kumpel zu spät ist.

Beleid und Aktienkurs

Die K+S AG ist weltweit der führende Salzanbieter mit einem Jahresumsatz von 4 Milliarden Euro. Im größten Kali-Abbau-Gebiet der Erde zwischen Hessen und Thüringen ereignete sich jetzt ein verheerendes Unglück. Schon am 5. April 2012 starb ein Kalibergwerk-Kumpel in Wunstorf durch eine Explosion in 1.200 Metern Tiefe. Warum? Was wurde aus diesem Unglück gelernt? Wenn der Gaseinschluss so groß war, wieso hat ihn kein Geologe vorher erkannt? Wurde da gespart? Obwohl die sieben Männer in Unterbreizbach die Gefährlichkeit ihres Jobs kannten, hatten sie vollstes Vertrauen in die Sicherheit bei K+S. K+S ließ bei Laugeneinleitung in die Werra schon nicht mit sich reden. Was sagen sie jetzt der Mutter des 24-Jährigen? Auf der K+S-Website tickt neben der Beleidsbekundung der aktuelle Aktienkurs -2,26 %...

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