MeinunghochDrei: Sukzessiv-Adoption

+++ +++ +++Vater und Mutter"Hurra" und "Super" – die Jubelarien grüner, roter und gelber Partei-Granden zum Bundesverfassungs

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Vater und Mutter

"Hurra" und "Super" – die Jubelarien grüner, roter und gelber Partei-Granden zum Bundesverfassungsgerichts-Urteil über die Neuregelung des Adoptionsrechts homosexueller Partner kann ich nicht uneingeschränkt teilen. Wenn man konservativ pro "Papa" und für "Mama" argumentiert, dann bedeutet das nicht automatisch, dass man sich gegen die Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichlichen Lebensgemeinschaften ausspricht. Für mich sind Eltern nach wie vor zu allererst Vater und Mutter, und auch die meisten Kinder definieren diese als Frau und Mann. Das entspricht am ehesten ihrem Wesen und der Natur des Menschen. Richterliche Entscheidungen und Parlamentsbeschlüsse können dies nicht einfach egalisieren und "wegdiskutieren". Die Ehe zwischen Mann und Frau ist etwas Privilegiertes, Heiliges, nach katholischer Auffassung ein Sakrament. Schön, dass es auch "Regenbogenfamilien" gibt, aber die ursprüngliche Ehe darf dadurch nicht ins Hintertreffen geraten.

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Gleichstellung!

Wenn das Wort "Gleichstellung" fällt, denkt man meist direkt an Frauen. Doch Homosexuelle sind in unserem Lande noch lange nicht gleichgestellt. Die Karlsruher Richter haben aber nun einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan: Lesbische oder Schwule Partner dürfen nun auch das bereits von einem der Partner adoptierte Kind ebenfalls "an Kindes statt" annehmen. Das kann für das Kindeswohl nur gut sein. Denn das Rollenverständnis von Mann und Frau – sprich einer konventionellen Ehe – ist für Kinder laut mancher Expertenmeinung nachrangig. Wichtiger ist die Weitergabe von Liebe und Fürsorge, die ein gleichgeschlechtliches Paar ebenso geben kann wie ein heterosexuelles Paar. Für das adoptierte Kind ist es auf jeden Fall gut, tatsächlich "auf der sicheren Seite" zu sein, auch wenn einem der Partner etwas zustößt. Aber wirklich gleichgestellt sind Homosexuelle den Heterosexuellen in unserem Lande noch lange nicht. Da gibt es noch Einiges zu tun.

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Ablenkungsmanöver

Haben wir eigentlich keine anderen Probleme als die Adoption von Kindern durch einen homosexuellen Partner? Die Fürsorge von zwei statt einem Erziehungsberechtigten ist für den Nachwuchs grundsätzlich schon ‘mal besser. Ob die Beziehung der Eltern hetero-, homo-, bi- oder asex-ueller Natur ist, hat wegen der Privat- und Intimsphäre niemanden zu interessieren. Das Bundesverfassungsgerichtsverfahren war ein Ablenkungsmanöver von den Versäumnissen bei den wirklich großen Fragen der Familien- und Sozialpolitik: ein Kind kann Ursache von Armut, eine mögliche Schwangerschaft ein Nachteil bei der Job-Suche sein. Die Politik will sich durch die lächerliche Herd-Prämie billig aus der Verantwortung herauskaufen und Anwohner klagen gegen Belästigung durch Kinderlärm. Geht’s noch? Einerseits beklagen sich Deutsche über nur 1,3 Kinder pro Familie, andererseits schlägt auch "normalen" Familien offene Kinderfeindlichkeit entgegen.

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