Menschen, Mäuse, Zauberwesen: Probenbesuch bei "Lenas Geheimnis" in der Stiftsruine

Die Proben für das Familienstück "Lenas Geheimnis" laufen auf Hochtouren.
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Das Familienstück "Lenas Geheimnis" der diesjährigen Bad Hersfelder Festspielsaison wurde von "Lottofee" Franziska Reichenbacher geschrieben, die auch selbst Regie führt. Ein Probenbesuch.

Bad Hersfeld/Fulda - „Ich habe ein wirklich exzellentes Team“, sagt Autorin und Regisseurin Franziska Reichenbacher, die in diesem Jahr das Familienstück „Lenas Geheimnis“ bei den „Bad Hersfelder Festspielen“ inszeniert. Gemeinsam mit gestandenen Theaterdarstellern wie Horst Janson, Brigitte Grothum, Martin Semmelrogge und Mitgliedern des diesjährigen „Hair“-Ensembles stehen mehr als 30 Kinder und Jugendliche aus Bad Hersfeld, Fulda und Alsfeld auf der großen Bühne in der Stiftsruine.

Elfjährige Amelie spielt die Titelrolle

Die Titelrolle übernimmt die elfjährige Amelie Hinkel aus Fulda. Nach zwei Castings in Bad Hersfeld war die Schülerin überglücklich, dass sie die Rolle der Lena bekam. Nach zahlreichen Proben in den Sommerferien geht es bis zur Premiere am 16. August fast täglich mit der Arbeit an dem Stück weiter – neben der Schule. Auch Alicia Hohmann aus Burghaun hat eine größere Sprechrolle ergattert. Als Mäuseprinzessin Polly steht die ebenfalls Elfjährige auf der Bühne. Und das nicht zum ersten Mal: Bei „Der Medicus“ und „Die Päpstin“ hat sie bereits Bühnenerfahrungen gesammelt. Mit den Kindern, die über das Projekt „Künste öffnen Welten“ zum größten Teil aus Bad Hersfeld kommen, haben die beiden Mädchen ein gutes Verhältnis. „Wir verstehen uns alle supergut miteinander“, sagt Amelie.

"Auf den Leib" geschrieben

In „Lenas Geheimnis – Von Menschen, Mäusen, Zauberwesen“ geht es um das Mädchen Lena, das mit seiner Großmutter, einer ehemals bekannten Schauspielerin, an einem Vorsprechen für die „Bad Hersfelder Festspiele“ teilnehmen möchte. Bei dem Stück, das Reichenbacher dem Spielort und den Darstellern sozusagen auf dem Leib geschrieben hat, treffen Menschen auf Mäuse, Nachwuchsdarsteller auf Bühnenstars.

Horst Janson spielt den grantigen Hausmeister Horst. „Das Spielen mit Kindern erinnert mich ein bisschen an meine Zeit in der ,Sesamstraße’“, sagt er. Das sei auch der Grund, warum er bei dem Familienstück mitmache. „Obwohl ich eine hauptsächlich böse Rolle habe, versuche ich, in den Proben nett zu den Kindern zu sein“, schmunzelt er.

Martin und seine beiden Hunde

Dieses Problem hat Martin Semmelrogge nicht. Als Chef der Mäuse-Gang ist er bei den mitspielenden Kindern besonders beliebt. „Ich habe selbst als Kind angefangen und immer wieder viel mit und für Kinder gearbeitet“, sagt Semmelrogge im Gespräch mit unserer Zeitung. „Der Roderich ist einfach eine schöne Rolle und wir haben ein tolles Ensemble“, schwärmt er. Was ihn bei den Kindern noch höher in der Gunst steigen lässt: Bei jeder Probe sind seine beiden Hunde „Buddy“ und „Teddy“ dabei.

Die „Grande Dame“ des Stückes ist Brigitte Grothum als Lenas Großmutter. Sie sieht Parallelen der Figur zu sich selbst: „Es ist eine Mischung zwischen liebender Oma und besessener Schauspielerin“, sagt sie. Wie Grothum auch im Text zu sagen hat, sieht sie es auch in ihrem Leben: „Das Theater hat immer Vorrang und Angst vor Texthängern gibt es auch in meinem Alter noch“. Die 80-Jährige, die in Berlin viele Jahre als Regisseurin mit Kindern gearbeitet hat, fühlt sich inmitten der jugendlichen Schauspielschar sichtlich wohl. „Franziska hat vielen von uns die Rollen auf den Leib geschrieben“, freut sie sich. Als ihr Chauffeur fungiert Uwe Dag Berlin, der auch in „Shakespeare in Love“ mit Grothum auf der Festspielbühne steht.

Auf Hersfeld zugeschnitten

Nachdem Reichenbacher in den vergangenen Jahren Märchen im „Theaterzelt“ neben der Stiftsruine in Szene gesetzt hatte, kam ihr die Idee, ein eigenes Stück zu schreiben. „Märchen sind schon so oft erzählt worden – da hatte ich Lust, etwas Neues zu machen“. Nach Bekanntgabe des aktuellen Spielplanes arbeitete sie daran, auch die anderen Stücke einzubauen. Ein Teil des Ensembles von „Hair“ spielt mit, und auch Christoph Wohlleben, der Musikalische Leiter der Festspiele, ist dabei. Eine Szene aus „Romeo und Julia“ stellt die Verbindung zu „Shakespeare in Love“ her.

„Wir haben ein unglaublich tolles Ensemble. Ohne die gute Zusammenarbeit würde man das für ein Kinderstück überhaupt nicht zusammenbekommen“, schwärmt die Regisseurin. Auch der Spielort hat Bedeutung für Reichenbacher: „Ich möchte die zuschauenden Kinder ans Theater und die Festspiele heranführen“, sagt sie. Begeistert ist sie von der „exzellenten Zusammenarbeit“ des gesamten Teams.

Nach der Premiere am 16. August wird „Lenas Geheimnis – Von Mäusen, Menschen, Zauberwesen“ noch dreimal gespielt. Weitere Informationen und Tickets gibt es unter www.bad-hersfelder-festspiele.de im Internet.

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