Menschengruppe überquerte Gleise der Vogelsbergbahn - Zug legt Schnellbremsung ein

Zeugen eines Vorfalls vom Sonntag in Bad Salzschlirf werden gesucht: Sieben Personen und ein Hund zwangen einen Fahrer der HLB zu einem Not-Stopp.

Bad Salzschlirf  - Eine bislang unbekannte Personengruppe zwang den Lokführer der Hessischen Landesbahn zu einer Schnellbremsung. Der Zug kam noch rechtzeitig zum Halten. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand. Die Reisenden im Zug kamen mit einem Schreck davon. Der Vorfall ereignete sich bereits letzten Sonntag gegen 14 Uhr, auf der Bahnstrecke von Lauterbach nach Bad Salzschlirf, kurz hinter Angersbach.

Bei den Personen soll es sich um ein älteres Ehepaar zwischen 50 und 60 Jahren sowie um eine junge Familie mit drei kleinen Kindern und einem Hund gehandelt haben.

Die Kinder sollen zwischen 3 und 10 Jahre alt gewesen sein. Alle hatten hellblonde, gelockte Haare. Die Mutter, etwa 40 Jahre alt, hatte ebenfalls hellblonde, gelockte, schulterlange Haare. Bei dem etwa 175 cm großen Vater soll es sich um einen südländischen Typ, zirka 30-40 Jahre alt, gehandelt haben. Er hatte kurze, dunkelbraune Haare. Bekleidet war er mit einem hellblauen T-Shirt sowie einer kurze Hose.

Lebensgefährliches Verhalten

Nach Angaben des Lokführers verließ das Ehepaar nach dem Achtungssignal sofort den Gleisbereich. Die Familie mit den Kindern sei hingegen nur sehr zögerlich von den Schienen gegangen. Auf die Belehrungen durch das Zugpersonal hätten sie mit Lachen reagiert.

"Solches Verhalten ist lebensgefährlich und verantwortungslos!", sagte die Leiterin der Bundespolizeiinspektion Kassel, Polizeioberrätin Sonja Koch-Schulte. Eltern sollten Vorbild sein und ihren Kindern richtiges Verhalten vermitteln. Dabei kommt es darauf an, den Sprösslingen zu verdeutlichen, dass Bahnanlagen von Unbefugten nicht betreten werden dürfen. Die Gefahr, von Zügen erfasst und getötet zu werden, ist groß.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren wegen eines Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Wer Hinweise zu den Personen geben kann, wird gebeten, sich unter der Tel.-Nr. 0561/81616-0 bzw. der kostenfreien Hotline-Nr. 0800 6 888 000 oder über www.bundespolizei.de zu melden.

Rubriklistenbild: © Göbel

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