Michael Brand traf Erzbischof aus Irak

Der Erzbischof schilderte in einem intensiven Gespräch die Lage der bedrohten Christen, Jesiden und Muslime im Irak durch die Terrormiliz IS.

Fulda. Zu einem intensiven Gespräch über die Lage der bedrohten Christen, aber auch Jesiden und Muslime im Irak durch die Terrormiliz IS hat sich der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Brand in Berlin mit dem Erzbischof von Mossul, Nicodemus Daoud Sharaf getroffen.

Michael Brand, Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte, zeigte sich nach dem Gespräch "aufgewühlt und erschüttert über die Brutalität und die Gottlosigkeit dieser Terroristen, die sich dabei auch noch zynischer Weise auf einen Gott berufen".

Der Erzbischof hatte zuvor auf die verzweifelte und aussichtslose Lage insbesondere der Christen hingewiesen. So seien Gotteshäuser geschändet, Kreuze verbrannt, uralte Handschriften vernichtet und mehr als 100 Kirchen und Klöster dem Erdboden gleich gemacht worden.

Kritisch bewertete der Vertreter der orthodoxen Kirche die im Vergleich zu den Ankündigungen deutlich geringeren internationalen Hilfsleistungen für "zig Tausende Menschen in nackter seelischer und physischer Not".

Michael Brand sicherte zu, dass er dies gegenüber der Bundesregierung thematisieren werde. "Wir haben ohne Zweifel eine Verantwortung für alle Flüchtlinge, aber als christlich geprägtes Land auch noch mal eine besondere gegenüber unseren Mitchristen, die in dieser Region nach Jahrtausenden nun schlicht ausgerottet zu werden drohen."

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