20 Millionen Euro für Schulbau

Landrat Bernd Woide legt Kreisetat 2009 vor / bei Gesamtvolumen von 259 Millionen Euro im Saldo positives Jahresergebnis von 200.000 Euro prognostizie

Landrat Bernd Woide legt Kreisetat 2009 vor / bei Gesamtvolumen von 259 Millionen Euro im Saldo positives Jahresergebnis von 200.000 Euro prognostiziert /Landkreis Fulda investiert in Zukunft junger Menschen

EITERFELD. Der Bildungsbereich zhlt traditionell zu den Investitionsschwerpunkten des Landkreises Fulda. Auch in diesem Jahr waren ursprnglich Investitionen von ber elf Millionen Euro fr die Schulen eingeplant. Jetzt steht ein unnhernd doppelt so hoher Betrag zur Verfgung. Bei der Einbringung des Kreishaushalts 2009 teilte Landrat Bernd Woide mit, dass aus dem hessischen Sonderinvestitionsprogramm Schul- und Hochschulbau in den Jahren 2009 bis 2012 rund 33,3 Millionen Euro auf den Landkreis Fulda entfallen, davon allein in diesem Jahr rund 20 Millionen Euro.

Das Sonderinvestitionsprogramm des Landes umfasst insgesamt ein Volumen von 1,7 Milliarden Euro, wobei fr die Schultrger rund 1,2 Milliarden Euro vorgesehen sind. Das Land Hessen will damit einen Beitrag zur Bewltigung der Finanz- und Wirtschaftskrise leisten, indem ffentliche Mittel gezielt zur Frderung des Schul- und Hochschulbaus aufgewandt werden. Die Finanzierung erfolgt ber Darlehen, die in den nchsten dreiig Jahren zurckbezahlt werden. Ein Sechstel der Tilgung bernehmen die Schultrger, die Zinsen gehen zu Lasten des kommunalen Finanzausgleichs.

Nach Mitteilung von Landrat Woide werde der Landkreis Fulda die zustzlichen Mittel aus dem hessischen Investitionsprogramm nutzen, um seine Schulen energetisch auf den neusten Stand zu bringen und dort, wo dies erforderlich sei, Schulen sinnvoll zu ergnzen und zu modernisieren. Konkret kndigte Woide an, die bereit stehenden Mittel zum Bau einer Schule fr Erziehungshilfe und einer Sprachheilschule einzusetzen. Wir wollen eine schon lange in Osthessen bestehende Versorgungslcke schlieen und den betroffenen Schlern zum Teil mehrstndige Fahrzeiten ersparen.

Mit weier Weste in doppisches Zeitalter

Bei dem vom Landrat eingebrachten Zahlenwerk handelte es sich um den ersten nach den Regeln des neuen kommunalen Rechnungswesens erstellten Etat. Die Einfhrung der Doppik beinhaltet eine grundlegend neue Betrachtungsweise der Kreisfinanzen. Das heit, es wird nicht mehr gefragt, was eine bestimmte Manahme kostet, sondern wie sich sie auf den Ressourcenverbrauch auswirkt. Mit Zufriedenheit vermeldete Woide, dass sich die Erwartung besttigt habe, der Landkreis werde das neue Zeitalter der kommunalen Haushaltswirtschaft mit einer weien Weste betreten.

Laut Angaben von Landrat Woide htten sich die kumulierten Fehlbetrge aus den Jahren 2004 bis 2007 auf fast 20 Millionen Euro belaufen. Im vergangenen Jahr sei es nicht nur gelungen, den letzten nach den bisherigen Regeln aufgestellten Haushalt auszugleichen, sondern auch das Defizit vollstndig abzubauen. Als Grnde hierfr nannte der Kreischef neben der traditionell sparsamen Haushaltsfhrung des Landkreises Fulda die gnstigen Rahmenbedingungen im kommunalen Finanzausgleich, die sich in 2009 noch fortsetzen wrden. Auf Dauer sei damit aber nicht zu rechnen.

Der Ergebnishaushalt des Landkreises Fulda fr das laufende Haushaltsjahr weist ein Volumen von etwas ber 259 Millionen Euro auf und schliet mit einem positiven Jahresergebnis von knapp 200.000 Euro ab. Die mit Abstand grten Aufwendungen fallen in den Produktbereichen Soziale Leistungen sowie Kinder-, Jugend- und Familienhilfe an, die inhaltlich den Schwerpunkt der Kreisaufgaben bilden. In beiden Bereichen msse auch als mittelfristige Folge der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise mit weiter steigenden Aufwendungen gerechnet werden, fhrte der Landrat aus.

Menschen in Arbeitsmarkt integrieren

Die alleinige Aufgabenwahrnehmung durch den Landkreis im Bereich der Grundsicherung fr Arbeitsuchende habe sich bewhrt. Abzulesen sei dies an einer Arbeitslosenquote von knapp ber fnf Prozent. Trotz der negativen Meldungen aus der Wirtschaft werde der Landkreis an seiner Strategie festhalten, durch regionale Konzepte Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, wobei man sich von Seiten des Bundes mehr Untersttzung wnschen wrde. Gerade bei den unter 25-jhrigen und den ber 50-jhrigen htten in den letzten Jahren wichtige Erfolge erzielt werden knnen.

Landrat Woide kndigte an, dass sich der Landkreis Fulda bei der Integration junger Menschen in den Arbeitsmarkt knftig im Bereich der Hauptschulen noch strker engagieren werde. Das ist mir auch ein persnliches Anliegen. Zu diesem Zweck sei das Konzept des Arbeitscoaches entwickelt worden. Dabei handele es sich um Mitarbeiter des Landkreises, die in erster Linie in Hauptschulen eingesetzt wrden, um Schlerinnen und Schler mglichst frh den Kontakt zu Betrieben und Unternehmen zu ermglichen.

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