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´Minis´ beim Papst

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VON HANS-PETER EHRENSBERGERFulda/Rom. Seit Jahrtausenden hat Rom Fremde, Touristen und Pilger gleichermaen angezogen. Die Faszination, we

VON HANS-PETER EHRENSBERGER

Fulda/Rom. Seit Jahrtausenden hat Rom Fremde, Touristen und Pilger gleichermaen angezogen. Die Faszination, welche die Ewige Stadt" auf Menschen jeglicher Couleur ausbt, ist nicht mit wenigen Worten zu beschreiben. Auch nicht fr die zahlreichen Ministrantinnen und Ministranten aus aller Welt, die zur Zeit auf einer Wallfahrt nach Rom einzigartige Erfahrungen machen und unvergessliches Erlebnisse haben.

In der ersten Augustwoche war es wieder soweit. Zum zehnten Mal fand 2010 die Internationale Ministrantenwallfahrt in der Stadt am Tiber statt. Diese Pilgerreise ermglichte den jungen Menschen sowohl eine persnliche als auch gemeinschaftliche Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben.

Zusammen mit rund 45.000 weiteren Ministranten aus ganz Deutschland machten sich Ende Juli/Anfang August auch aus dem Bistum Fulda etwa 500 Jungen und Mdchen auf den Weg in die italienische Hauptstadt - mit Bussen, mit der Bahn, mit dem Flieger oder per Privat-Pkw - die bis dato grte Gruppe aus der Region. Aus der Nachbar-Dizese Wrzburg waren es sogar zirka 2.000 Messdiener. Hinzu kommen weitere 8.000 Ministranten aus der ganzen Welt.

Hhepunkte des internationalen Treffens sind der Austausch und die Zusammenkunft mit Gleichgesinnten ber Grenzen und Kontinente hinweg, unterschiedlichste Messen- und Massen"-Erlebnisse", Gebete und Gottesdienste, Sightseeing-Touren von der Spanischen Treppe und der Sixtinischen Kapelle ber den Trevi-Brunnen und das Kolosseum bis hin zum Petersdom und einer Papst-Audienz am Mittwoch auf dem Petersplatz. Da konnten auch mitunter stressige An- und ber 20-stndige, von Pannen begleitete Bus-Fahrten nicht die heitere und gelste Stimmung unter den jungen Katholiken trben. Das beeindruckendste sind natrlich die historischen und christlichen Sttten. In Rom hat ja im Prinzip jeder einzelne Stein eine eigene Geschichte", sagt Rebecca aus Bad Brckenau. Die 18-Jhrige war schon vor vier Jahren auf Ministranten-Wallfahrt in Rom, hatte seinerzeit sogar das seltene Glck, bei der Papst-Audienz auf dem Petersplatz in der ersten Reihe sitzen und Benedikt XVI. beim Vorbeifahren des Papa-Mobils" persnlich die Hand drcken zu drfen. Nun, diesmal hat sie das Oberhaupt der Katholischen Kirche leider nur aus der Ferne gesehen, gleichwohl tat das ihrer Begeisterung keinen Abbruch.

Was auch ihr Bruder Patrick besttigt, fr den sie diesmal als erwachsene Begleitperson" dabei ist. Den 15-Jhrigen haben vor allem die Morgen- und Abendgebete auf dem Petersplatz, die riesigen Basiliken Roms und nicht zuletzt die Begegnungen mit anderen Minis" aus der ganzen Welt beeindruckt. Und allzu stressig war es trotz hitziger 35 Grad Celsius auch nicht, es blieb immer noch gengend Zeit fr persnliche Freizeit und auch einen erfrischenden Ausflug ans Meer", simste der 15-Jhrige zur Beruhigung der Eltern von Rom nach Hause in die Rhn.

Der Papst schwebte per Helikopter in der heiligen Stadt" ein, er hatte extra seinen Urlaub auf der Sommerresidenz in Castel Gandolfo fr die Minis" im Vatikan unterbrochen, denen er sich sehr verbunden zeigte und die ihn an die eigene Ministrantenzeit erinnerten, wie er in seiner Ansprache auf dem Petersplatz betonte.

Hintergrund

Zu dieser internationalen Wallfahrt hatte der Weltverband der Ministranten CIM (Coetus Internationalis Ministrantium) eingeladen - ein freiwilliger Zusammenschluss ehren- und hauptamtlicher Mitarbeiter im europischen Ministrantenpastoral, der in diesem Jahr sein 50-jhriges Bestehen feiert. Die Organisation von Anreise, Unterbringung und der einzelnen Besichtigungsprogramme lag bei den Jugendpfarrern und Bildungsreferenten der jeweiligen Bistmer. Am Samstag ging es dann wieder fr die meisten zurck nach Hause.

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