Ministerpräsident Volker Bouffier verleiht Hessischen Verdienstorden

Bekamen den Hessischen Verdienstorden von Ministerpräsident Volker Bouffier überreicht: Berthold Jost (l.) und Dr. Eberhard Fennel (rechts)

Die ehemaligen Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel und Berthold Jost wurden für ihren unermüdlichen Einsatz für ihre Region geehrt.

Hünfeld/ Eiterfeld. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat den ehemaligen Bürgermeister von Hünfeld, Dr. Eberhard Fennel, und den ehemaligen Bürgermeister von Eiterfeld und Rasdorf, Berthold Jost, mit dem „Hessischen Verdienstorden“ ausgezeichnet.

„Sie haben sich durch ihren unermüdlichen Einsatz für ihre Region um das Wohl der Allgemeinheit in besonderem Maße verdient gemacht“, sagte Bouffier am Mittwochabend bei einer Feierstunde im Wiesbadener Schloss Biebrich. Er unterstrich, dass sich die beiden ehemaligen Bürgermeister durch ihr vielfältiges, ehrenamtliches Engagement in besonderem Maße für ihre Heimat eingesetzt haben. Dr. Eberhard Fennel war über 36 Jahre lang Bürgermeister der Stadt Hünfeld. In dieser Position hat er sich ab 1980 unter anderem maßgeblich für die Neugestaltung einer lebenswerteren Hünfelder Innenstadt, den Bau des Bürgerparks und der „Erholungsanlage Praforst“ sowie der Freizeitanlagen am Haselsee eingesetzt. Auch der Bau zweier Ortsumgehungen, der Ersatzneubau der „St. Elisabeth Klinik Hünfeld“ als Krankenhaus der Grundversorgung, die Erhaltung des Bundespolizeistandortes Hünfeld in den Jahren 1991 und 1998 und die Entwicklung Hünfelds zu einer Behördenstadt mit über 1.000 Beamtinnen und Beamten fällt in seine Amtszeit.

Dr. Fennel hat sich zudem für die Sanierung des gesamten Bahnhofareals eingesetzt und die interkommunale Zusammenarbeit mit den Gemeinden Rasdorf, Nüsttal und Burghaun in der AG und im Zweckverband Hessisches Kegelspiel vorangetrieben. „Dr. Fennel hat sich mit viel Herzblut für seine Region eingesetzt und wichtige Impulse für die Entwicklung der Stadt gegeben. Neben seinem Amt als Bürgermeister hat er sich ehrenamtlich in vielen Gremien, Verbänden und Institutionen mit vollem Einsatz engagiert. Diese Zeit und Leidenschaft aufzubringen, ist nicht selbstverständlich, wenn man als Politiker schon einen über die üblichen Bürozeiten hinausgehenden Job ausführt“, hob Bouffier hervor.

Der Ministerpräsident überreichte im Biebricher Schloss auch dem ehemaligen Bürgermeister von Eiterfeld und Rasdorf, Berthold Jost, den Hessischen Verdienstorden. „Berthold Jost hat 27 Jahre erfolgreich als Bürgermeister in zwei ehemaligen osthessischen Zonenrandgemeinden gewirkt. Seine Amtszeiten umfassten sowohl die Endphase des ,Kalten Krieges‘, als auch die geschichtlich bedeutsamen Anfangsjahre der deutschen Wiedervereinigung. Berthold Jost war anderthalb Jahrzehnte Bürgermeister an einem der ,heißesten Punkte des Kalten Krieges‘.

Er erkannte schon frühzeitig, dass Begegnungen über den ,Eisernen Vorhang‘ hinweg notwendig sind, um die Ost-West-Teilung Europas zu überwinden“, sagte Bouffier und unterstrich: „Nach der Wiedervereinigung Deutschlands hat er seinen Amtskollegen in den grenznahen thüringischen Gemeinden voller Begeisterung über die Grenzöffnung mit Rat und Tat zur Seite gestanden.“ Bouffier betonte, dass der 72-Jährige sich auch ehrenamtlich auf verschiedenen Ebenen in den Dienst des Gemeinwohls gestellt habe. Ein besonderer Schwerpunkt seines Engagements sei die Mahn-, Gedenk- und Bildungsstätte „Point Alpha“, an deren konzeptioneller Neuausrichtung er derzeit maßgeblich mitwirke.

„Ohne das Zutun von Herrn Jost würde „Point Alpha“ in der Umgebung des gleichnamigen früheren „US-Beobachtungsstützpunktes“ in Rasdorf auf beiden Seiten der ehemaligen innerdeutschen Grenze in seiner heutigen Form möglicherweise nicht mehr existieren. Herr Jost ist in diesem Zusammenhang seit rund zehn Jahren in stetig zunehmendem Ausmaß ehrenamtlich engagiert“, betonte der Ministerpräsident. „Das vielseitige und über viereinhalb Jahrzehnte andauernde Engagement von Berthold Jost, sein großes Verantwortungsbewusstsein sowie sein erheblicher, persönlicher Einsatz und seine vorbildliche Hilfsbereitschaft verdienen unsere ausdrückliche Anerkennung. Ich verleihe ihm daher den Hessischen Verdienstorden“, unterstrich der Regierungschef.

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