Große NABU-Mitmachaktion auch in Osthessen: Wintervögel zählen 

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Ein Kleiber

Naturfreunde sind aufgerufen, vom 5. bis 7. Januar die Augen an Futterhäuschen, in Gärten und auf Balkonen offen zu halten und ihre Beobachtungen zu notieren

Osthessen - Nachdem im vergangenen Winter ungewöhnlich wenige Vögel in Gärten und Parks bei der „Stunde der Wintervögel“ gesichtet worden waren, deuten erste Beobachtungen darauf hin, dass in diesem Jahr wieder mehr gefiederte Gäste an die Futterhäuschen kommen. Um hierzu umfassende Daten zu gewinnen, hofft der NABU auf eine hohe Teilnehmerzahl bei der „Stunde der Wintervögel“, die vom 5. bis zum 7. Januar stattfindet.

Auch in Osthessen sind wieder alle Naturfreunde gefragt, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen.

Knapp 20 Prozent weniger Vögel beobachteten die hessischen Teilnehmer im Winter 2017 im Vergleich zu den Vorjahren. Pro Garten ließen sich im Schnitt nur rund 32 Vögel und acht verschiedene Arten sehen – sonst liegt der Schnitt bei etwa 40 aus neun Arten. Vor allem bei den häufigen Wintervögeln wie Meisenarten, aber auch bei Kleiber und Kernbeißer, wurden die niedrigsten Zahlen seit Beginn der Aktion 2011 gemeldet.

„Das hatte wahrscheinlich mit dem Nahrungsangebot zu tun“, erklärt NABU-Landesvorsitzender Gerhard Eppler. „Vermutlich gab es in Polen, dem Baltikum und Russland im vergangenen Winter so viel zu fressen, dass Vögel, die sonst zu uns kommen, dort überwintert haben.“ In diesem Jahr deute sich an, dass wieder mehr Vögel aus Nordosteuropa bei uns einfliegen. „Möglicherweise tragen die Bäume dort in diesem Jahr weniger Samen“, so Eppler.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und findet bereits zum achten Mal statt. Der NABU ruft Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und dem NABU zu melden.

Die Wintervogelzählung funktioniert ganz einfach: Von einem ruhigen Beobachtungsplätzchen aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können dann im Internet unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 16. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 6. und 7. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Telefonnummer 0800/1157-115 geschaltet.

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