Modellflieger-Gesetz: Keine 100-Meter-Beschränkung für ferngesteuerte Modelle

Rhöner-Modellflieger im Reichstagsgebäude: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (rechts) freut sich mit „Rhön-MdB“ Michael Brand über das Geschenk aus Poppenhausen

Die Hobbyflieger dürften erleichtert sein, da die generelle Höhenbegrenzung von 100 Metern vom Tisch ist.

Osthessen - Große Erleichterung für viele Hobbyflieger in der Region. „Als Rhön-Abgeordneter bin ich absolut froh, dass nach hartem Ringen ein guter Kompromiss für unsere Modellflieger rausgekommen ist“, betont der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Brand (CDU). „Beharrlichkeit und Vernunft haben sich durchgesetzt, die ursprünglichen Pläne sind vom Tisch.“ Eine generelle Höhenbegrenzung auf 100 Meter für ferngesteuerte Flugmodelle jeder Art wäre dem Ende des Modellflugs gleichgekommen.

Brand hatte sich in den letzten Monaten beim Bundesverkehrsminister für eine „maßvolle und machbare Lösung“ eingesetzt, die erreicht wurde und anschließend wegen Bedenken im Bundesverteidigungsministerium ausgehebelt wurde. „Nach Gesprächen dort und Unterstützung des Bundesrates hat die Einsicht doch noch gewonnen, so dass ein schönes Hobby weiter möglich ist“, so Brand. Inzwischen ist die sogenannte „Drohnenverordnung“ in Kraft getreten, die der Deutsche Modellfliegerverband als „guten Kompromiss“ bezeichnet.

In der Region bedankte sich Frank Robbert vom „Rhönflug Poppenhausen“ mit einem selbstgebauten Modellflieger „SG 38“ bei Michael Brand für die „tolle Unterstützung und das offene Ohr für die Belange der Modellflieger“. „Das war eine gute Gemeinschaftsleistung“, so Robbert. Im Berliner Büro des Abgeordneten findet der Modellflieger jetzt seine Heimat. Zu den ersten Bewunderern gehörte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt persönlich, der dem Abgeordneten für die „zahlreichen wie zähen Hinweise von den Praktikern aus der Rhön“ dankte.

Monatelang wurde über eine Verordnung für den Betrieb von Drohnen beraten. Durch die Zunahme privater und gewerblicher Drohnen kam es bereits zu gefährlichen Situationen, so dass das Bundesverkehrsministerium die Luftverkehrsordnung anpassen wollte. Mit der Neuregelung ist beabsichtigt, den Betrieb von gewerblich eingesetzten Drohnen als sogenannte „unbemannte Luftfahrtsysteme“ und von privat genutzten Drohnen, die vom geltenden Recht als „Flugmodelle“ behandelt werden, auf eine neue Rechtsgrundlage zu stellen.

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