Hessenweit einzigartiges Projekt zur Stärkung des Ehrenamts

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Zusammenarbeit zwischen "DRK"-Fulda, "Bonifatiushaus" Fulda und "Point-Alpha"-Akademie Rasdorf/Geisa vorgestellt

Fulda - Einen erfolgreichen Start hat das Modellprojekt "ZUSAMMEN statt begrenzt" des Bundesprogramms "Zusammenhalt durch Teilhabe" am Montagabend in Fulda gefeiert. Als hessenweit einziges Projekt zum Schwerpunkt des interkulturellen Lernens in Verbänden und Vereinen werden bis 2019 im Rahmen einer Organisationsentwicklung Schulungen gefördert, die Teilnehmern durch einen historischen und sozialen Ansatz Grenzerfahrungen nahe bringen.

Das Projekt wird von der "Point Alpha Akademie" (Rasdorf/Geisa) und dem "Bonifatiushaus" in Fulda getragen. Als Kooperationspartner ermöglichen der Landesverband des "Deutschen Roten Kreuzes Hessen" und der dazugehörige "DRK"-Kreisverband Fulda ihren Haupt- und Ehrenamtlichen eine Ausbildung im Bereich des interkulturellen Dialogs und demokratischer Werte. Ziel des Projekts ist es, die Vielfalt an Grenz- und Fluchterfahrungen der deutsch-deutschen Geschichte für die aktuellen Herausforderungen der Migrationsgesellschaft fruchtbar zu machen.

Besondere Merkmale sind die Kooperation zwischen Ehrenamt und Hauptamt, die Öffnung hin zu neuen Interessengruppen und die Gewinnung von Multiplikatoren im Alltag. Im Rahmen von viertägigen Coachings, die zu gleichen Teilen im Bonifatiushaus und der "Point Alpha"-Akademie stattfinden, können sich Haupt- und Ehrenamtliche des "DRK" gemeinsam durch Dialog und Austausch vernetzen, geschichtlichen Wandel verstehen und Wege der interkulturellen Kommunikation entdecken.

Zum offiziellen Projektauftakt waren am Montagabend der Präsident des "DRK"-Landesverbandes Hessen, Norbert Södler, die Geschäftsführerin der "Point Alpha"-Akademie, Ricarda Steinbach, und der Direktor des "Bonifatiushauses Fulda", Gunter Geiger, in den "DRK"-Knotenpunkt nach Fulda gekommen. Dort herzlich willkommen geheißen vom Vorstandsvorsitzenden der Pilotregion des "DRK" Fulda, Christoph Schwab, des dazugehörigen Präsidenten, Professor Dr. med. Martin Hessmann, "DRK"-Schatzmeister Christoph Jordan und von Christian Erwin, Mitglied der Fuldaer "DRK"-Geschäftsführung.

Das Projekt wird vom zuständigen Bundesinnenministerium mit 240.000 Euro gefördert. „Wir haben schon besondere Beachtung gefunden und da sind wir stolz drauf“, betonte Steinbach, die von einem "grandiosen Augenblick" sprach. Auch Schwab zeigte sich überzeugt, dass das Projekt gut angenommen wird. „Das spricht sich sehr gut rum. Die Nachfrage wird sicher größer sein als das Angebot". Die gute Vernetzung von Hauptamtlichen und Ehrenamtliche, die sich und ihre Arbeit besser kennenlernen, hob Geiger hervor, während Hessmann und Södler die historische Bedeutung der Rotkreuzler unterstrichen. Das Projekt sei eine hervorragende Basis in der Verbindung Ehrenamt und Hauptamt. Södler: „Die Menschlichkeit, interkulturelle Öffnung und Zivilcourage sind für uns wichtige Werte.“

Abschließend berichteten Teilnehmerinnen des ersten Kurses, für deren Durchführung Frank Schiffhauer verantwortlich zeichnet, über ihre Erfahrungen: So sei es beispielsweise um die verschiedenen Formen der Kommunikation gegangen, um Konflikt-Training, den Aufbau von Vertrauen und um teambildende Maßnahmen. Insgesamt will man bis zu 90 Teilnehmer erreichen, die unter anderem auch mit den Themen Menschenwürde, Weltfrieden, gewaltfreie Kommunikation und Zivilcourage konfrontiert werden sollen. 

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