Mühlensterben verhindern: Hessische Plakataktion auch in Tann

Mühlenbetreiber wehren sich gegen Mindestwasser-Erlass des Landes / Banner bei Tanner Hasenmühle präsentiert 

Tann - Der Protest gegen den Mindestwasser-Erlass des Landes Hessen, der zu drastischen Einbußen bei den heimischen Wasserkraftbetreibern führt, hat eine neue Allianz des Widerstands gegen die Ministerialbürokratie zu Tage gefördert. Die "Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Wasserkraftwerke", der hessische "Verein zur Erhaltung und Nutzung von Mühlen" und nicht zuletzt die "Interessengemeinschaft Wasserkraft Fulda/Rhön" setzen sich erstmals gemeinsam zur Wehr.

Neben zahlreichen Gesprächen mit Politikern und Resolutionen wurde nun eine hessenweite Plakataktion gestartet. Großformatig präsentieren die Wassermüller ihre Forderung: "Wasserkraft muss bleiben - stoppt die einseitige Umweltpolitik!"

Damit wenden sich die Wasserkraftbetreiber direkt gegen das hessische Umweltministerium mit der grünen Ministerin Priska Hinz und der regiden Umsetzung des Mindestwassererlasses durch das Regierungspräsidium in Kassel. Einer der ersten, die das Banner gut sichtbar anbrachten, war Mark Reinau von der Hasenmühle in Tann. Gemeinsam stellten die Fachanwältin Angela Markert, IG-Sprecher Manfred Hempe und Mark Reinau das neue Banner am Biergarten der Hasenmühle vor.

Markert, Expertin für Wasserrecht, betont, dass es ohne öffentlichen Protest in Hessen offenbar nicht gehe. Neben dem Klageweg, den immer mehr hessische Wasserkraftbetreiber gegen die Anordnungen der Oberen Wasserbehörden beschreiten, sei der öffentliche Protest unabdingbar, weil bisher alle Gespräche ergebnislos verliefen.

Hempe betont, dass mit der Umsetzung der neuen Wasserregelungen ein neues Mühlensterben politisch und ideologisch initiiert wurde, dass einer grundlegenden ökologischen Überprüfung nicht standhalte. Darauf weisen auch hessische wissenschaftliche Studien hin.

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