Hobbyangler entdeckt Munitionsdepot in der Fulda

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Die verrosteten Gewehrpatronen, die in der Fulda lagen und am Mittwoch geborgen wurden

Fund zwischen Lüdermünd und Hemmen stammt wohl aus dem Zweiten Weltkrieg / Bestände am Mittwoch geborgen

Fulda - Nicht schlecht staunte ein 62-jähriger Hobbyangler aus Thüringen, als er Anfang November seinen Fischbestand in einem von ihm gepachteten Gewässerabschnitt der Fulda, zwischen dem Schlitzer Stadtteil Hemmen und dem Fuldaer Stadtteil Lüdermünd, kontrollierte. Die dazu eingesetzte Unterwasserkamera lieferte nicht nur Bilder der heimischen Fischarten, sondern auch Fotos eines größeren Munitionsdepots im Flussbett.

Am Mittwoch war nun der Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums Darmstadt nebst beauftragter Fachfirma und Tauchern mit insgesamt sieben Personen ganztägig mit der Bergung beschäftigt. Zum Einsatz kam auch ein Pontonboot, mit dem die ans Tageslicht beförderten Munitionsmengen zunächst abtransportiert wurden, bevor die stark verrosteten Bestände auf einen Spezial-LKW verladen werden konnten.

 Laut Auskunft des Kampfmittelräumdienstes handelte es sich um mehrere hundert 50 mm-Gewehrpatronen amerikanischer Herstellung aus dem Zweiten Weltkrieg. Wie und von wem die Munition dort hingelangt ist, ist derzeit nicht bekannt. Eine Gefährdungslage für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit, da es sich nicht um Sprenggeschosse handelt.

Der Kampfmittelräumdienst bittet Spaziergänger, insbesondere Angler in diesem Abschnitt der Fulda, aufgefundene Munitionsbestände in jedem Fall liegen zu lassen und nicht anzufassen. Anschließend sollten die jeweiligen Finder die nächst erreichbare Polizeistation oder den Kampfmittelräumdienst unter 06151/12-6501 verständigen und den Fundort genau angeben. Die Abholung durch den Kampfmittelräumdienst ist selbstverständlich kostenfrei.

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