Nach abgesagter "trend-messe Fulda": Kinold Messegesellschaft ist insolvent

Die "Kinold-Ausstellungsgesellschaft" von Peter Kinold (rechts, Archivfoto) ist insolvent.
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Die "Kinold-Ausstellungsgesellschaft" von Peter Kinold (rechts, Archivfoto) ist insolvent.

Nach zwei wegen des Coronavirus abgesagten Messen ist die "Kinold-Ausstellungsgesellschaft", Organisator der "Trend-messe Fulda", finanziell am Ende.

Fulda - "Nach der behördlich veranlassten Absage der trend-messe in Fulda (12. bis 15. März) und der Dreiländermesse, Passauer Frühling, in Passau (21. bis 29. März), ist die Fortführung der Kinold-Ausstellungsgesellschaft mbH wirtschaftlich nicht mehr möglich. Daher wurde die Firma, die bereits seit 1952 besteht, zur Insolvenz angemeldet", schreibt die "Kinold-Ausstellungsgesellschaft mbH" von Peter und Birgit Kinold in einer Pressemitteilung.

"Die Entwicklungen beider Veranstaltungen wiesen eine positive Performance auf und hätten in diesem Jahr mit einem deutlichen Ausstellerplus präsentiert werden können.

Aber ausfallende Einnahmen, fehlende Aussichten auf Entschädigungen und die mangelnde Aussicht für einen erfolgreichen Messeherbst lassen jedoch keine unternehmerischen und finanziellen Spielräume mehr zu.

Nach wie vor hat das Unternehmen Kinold Entschädigungsanträge laufen, die sowohl die Entschädigung des Unternehmens, wie auch der betroffenen Aussteller zum Inhalt hat. Leider ist von der Politik und den Behörden für derartige Extremfälle bislang keine Lösung vorgesehen.

Um in der notwendigen Größenordnung Kredite aufzunehmen, ist das Unternehmen nach den Vergaberichtlinien zu klein. Leider können die Messen nicht einfach verschoben werden, da die Kosten für die Messen ja bereits angefallen sind und für eine Neuauflage alle Kosten erneut zu schultern wären.

Es ist schon eine unfassbare Situation. Auf behördliche Anordnung hin wird ein Messeprojekt kurz vor dem Start gestoppt. Eine passende Entschädigungskulisse gibt es nicht und nun müssen Aussteller und Veranstalter die Auswirkungen selbst schultern. Die Fragen an die Staatskanzleien wurden entweder nicht oder nur mit dem Verweis auf die Unterstützungsmaßnahmen (7500 € bzw. 15000 €) beantwortet. Da hat man sicherlich klar mehr erwartet. Menschenleben gehen natürlich vor. Aber Unternehmen und viele Arbeitsplätze derart rigoros zu vernichten ist nicht nachvollziehbar.

An dieser Stelle möchten wir zum Ausdruck bringen, dass wir den Lieferanten und Kunden unseren Dank aussprechen möchten. Die weitere Entwicklung ist momentan noch nicht absehbar. Es wird geprüft, welche Möglichkeiten noch bestehen, Hilfen, auch rechtlicher Art, zu erhalten und was in den Ministerien noch an Sonderprojekten und Unterstützungsmöglichkeiten heranreift. In jedem Fall sollten auch die Aussteller sich an die zuständigen Behörden wenden damit wir alle gemeinsam besser gehört werden", so die Kinolds.

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