Nach Attacke auf Soldaten in Bad Hersfeld: IOS-Präsident Wolf (Hünfeld) reagiert

Präsident der Internationalen Offiziers- und Soldatengesellschaft, Günter Wolf aus Hünfeld, spricht von "entsetzlicher Tat"

Hünfeld/Bad Hersfeld - "Mit Entsetzen und Abscheu sowie mit großem Unverständnis" reagiert der Präsident der Internationalen Offiziers- und Soldatengesellschaft (IOS), Hauptmann der Reserve Günter Wolf (Hünfeld), auf die Meldung, dass zwei Bundeswehrsoldaten am helllichten Tag auf offener Straße in Bad Hersfeld angegriffen und beleidigt worden sind.

Wolf schreibt unter anderem: "Die offensichtlich nicht provozierten Beschimpfungen sowie die körperlichen Attacken, die drei bisher nicht identifizierte Angreifer auf zwei Soldaten der Bundeswehr verübt haben, werden von der Internationalen Offiziers- und Soldatengesellschaft scharf verurteilt. Diese entsetzliche und abscheuliche Tat ist nicht nur ein direkter Angriff auf die beiden Kameraden, deren körperliche Unversehrtheit sowie deren moralische Integrität und Ehre, sondern auch auf die Symbole unseres Staates, auf unsere Gesellschaft und unser Land, dessen ,Recht und Freiheit' die beiden Soldaten geschworen haben, ,tapfer zu verteidigen'"

Die Tatsache, dass die Attacken deswegen verübt wurden, weil die Angegriffenen erkennbar Soldaten waren, zeige, dass die Tat durch Hass gegen die Vertreter der bewaffneten Streitkräfte unseres Landes sowie gegen die Symbole unseres Staates getrieben war. Sie betreffe  daher jedermann, der sich mit unserem Land, unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, unseren Streitkräften und unseren staatlichen Symbolen identifiziere. Die Tat dürfe nicht verharmlost oder als momentaner emotionaler Ausbruch beschönigt werden. Auch die Täter zu decken, könne nicht akzeptiert werden.

Hintergrund

Nach dem Angriff auf die beiden Soldaten der Bundeswehr in Bad Hersfeld hat das Staatsschutzkommissariat des Polizeipräsidiums Osthessen die Ermittlungen aufgenommen. Die Beamten suchen nun nach Zeugen des Vorfalls.

Am  Mittwochmorgen, gegen 6 Uhr, war der 19-jährige Geschädigte in Uniform zu Fuß in der Straße "Eisfeld" unterwegs. Er wartete auf einen Kameraden, mit dem er gemeinsam zum Dienst fahren wollte. Auf dem Weg traf er auf drei Männer, die ihn mit den Worten "Nazi", "Hurensohn" und "Kindermörder" beleidigten. Außerdem bespuckten ihn die Drei. Um sie zur Rede zu stellen, blieb der Geschädigte stehen, woraufhin die Männer ihm unvermittelt ins Gesicht schlugen, so dass er zu Boden ging. Am Boden liegend traten sie auf ihn ein.

In diesem Moment kam sein Kamerad zu Hilfe. Es gelang ihm, einen Beschuldigten von dem am Boden liegenden Opfer weg zu ziehen, der daraufhin sofort die Flucht in Richtung Antoniengasse ergriff. Einer der beiden anderen Täter versuchte, den Hilfe leistenden ins Gesicht zu schlagen, der andere traf ihn mit der Faust im Rücken, anschließend flüchteten beide in die gleiche Richtung.

Die beiden Geschädigten können die Männer wie folgt beschreiben: Sie waren allesamt zwischen 20 und 30 Jahre alt, schlank und hatten schwarze kurze Haare, stark gebräunte Haut und dunkelbraune Augenfarbe. Außerdem trugen sie Drei-Tage-Bärte. Ein Täter war etwa 1,80 Meter groß. Er trug eine schwarze Jogginghose und einen schwarzen Pullover mit einem weißen "Adidas"-Emblem auf der Brust. Der zweite Täter war ebenfalls etwa 1,80 Meter groß. Er war mit einer schwarzen Jogginghose und einem olivfarbenen Pullover bekleidet. Um den Hals trug er eine goldfarbene Kette mit auffällig großen Gliedern. Der dritte Täter war mit etwa 1,75 Metern etwas kleiner als seine Mittäter. Er trug bei der Tatbegehung ein weißes T-Shirt und eine kurze blaue Jogginghose der Marke "H+M".

Hinweise an die Polizei in Fulda, Telefon 0661 / 105 - 0, Bad Hersfeld, Telefon: 06621 / 932 - 0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache der Hessischen Polizei, die rund um die Uhr im Internet unter www.polizei.hessen.de/onlinewache erreichbar ist.

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