Nach Anschlag in Halle: Sicherheitsmaßnahmen in Fulda wurden erhöht

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Am vergangenen Mittwoch tötete ein 27-Jähriger zwei Menschen und verletzte zwei weitere. Ursprünglich wollte der Mann in eine Synagogen eindringen.

Fulda/Halle/Landsberg - Deutschland steht seit dem vergangenen Mittwoch unter Schock, nachdem ein 27-Jähriger in Halle zwei Menschen tötete und zwei weitere im 15 Kilometer entfernten Landsberg verletzte.

Offenbar steckt hinter der Tat ein rechtsextremistisches und antisemitisches Motiv. Der Täter hatte versucht in eine Synagoge in Halle einzudringen und wollte offenbar die Menschen, die dort den jüdischen Feiertag Jom Kippur begingen töten. Die Sicherheitsmaßnahmen verhinderten das Eindringen des Mörders.

Der Schutz jüdischer Gemeinden und Einrichtungen hat laut Dominik Möller, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Osthessen, eine herausragende Bedeutung für die Hessische Landesregierung: „Um hohe Sicherheitsstandards landesweit zu gewährleisten, sind die umfangreichen Schutzmaßnahmen der Polizei explizit durch das Hessische Landeskriminalamt geregelt. An jüdischen Einrichtungen werden dementsprechend immer anhand der aktuellen Gefährdungslagebewertung angepasste, offene und verdeckte polizeiliche Schutzmaßnahmen durchgeführt. Dabei finden aktuelle Lageentwicklungen, aber auch besondere Anlässe, wie zum Beispiel jüdische Feiertage Berücksichtigung im Hinblick auf die Gefährdungsbewertung und Ausgestaltung der konkreten Maßnahmen.“

Nach dem Anschlag in Halle wurden die Sicherheitsmaßnahmen auch in Hessen erhöht. „Die hessische Polizei hat am Mittwoch umgehend die Schutzmaßnahmen für Einrichtungen des jüdischen Lebens wie zum Beispiel Synagogen oder Gemeindezentren erhöht. Konkrete Angaben über den Umfang und die Ausgestaltung der Schutzmaßnahmen können aus polizeitaktischen Erwägungen nicht erteilt werden“, so Möller weiter.

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