Bei Schlüchtern: Dutzende Rinder auf Deponie verscharrt 

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Veterinäramt des Kreises Main-Kinzig untersucht nun Herkunft der Tiere

Main-Kinzig-Kreis - Einen folgenreichen Fund hat vor wenigen Tagen ein Passant in Schlüchtern-Hutten gemacht: Er entdeckte auf einer ehemaligen Mülldeponie ein unter einem Erdhügel verscharrtes Rind. 

Das Veterinäramt des Main-Kinzig-Kreises nahm sich dieser Sache an und fand auf dem Gelände nicht nur ein einzelnes Tier, sondern gleich eine große Zahl an vergrabenen Rindern.

„Wir werden am Ende das tatsächliche Ausmaß nur schätzen können. Mit Funden belegt sind 27 Rinder, von denen einige vor dem Verscharren mit einem Bolzenschussgerät getötet oder mit vermutlich stumpfen Werkzeugen erschlagen wurden“, erklärt Veterinärdezernent Winfried Ottmann. „Viele Tiere weisen dagegen gar keine derartigen Merkmale auf. Bei ihnen ist davon auszugehen, dass sie schlichtweg im Stall oder im Freien verhungert und aufgrund unbehandelter Krankheiten verendet sind.“

Der unterschiedliche Verwesungszustand der Tiere lässt darauf schließen, dass einige von ihnen erst kürzlich, andere schon vor vielen Monaten oder Jahren auf der Deponie „entsorgt“ worden sind. Mit Hilfe des Schlüchterner Bauhofs und in Begleitung der Stadtpolizei, die ihrerseits die vorhandenen Spuren dokumentierte, wurden Teile der Deponie-Oberfläche abgetragen. Unter praktisch jedem Erdhügel, den der Baggerfahrer des Bauhofs umgrub, fand sich ein totes Rind.

Das Veterinäramt nahm vor Ort Proben und Beweisstücke der Tiere auf. Sie sollen dabei helfen, die Herkunft der Rinder zu klären. Die Ohrmarken hatte der Täter vor dem Verscharren vorsorglich entfernt, was die Ermittlungen nicht einfacher macht.

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