Nachgestellte Notfallsituationen in Fulda geprobt

Nachgestellte Notfallsituationen in Fulda.

Notärzte aus ganz Deutschland proben nachgestellte Notfallsituationen unter realen Simulationsbedingungen „Alarm: Bewusstlose Person im Café Schubert in der Innenstadt! Los geht’s!“.

Fulda - Das war eine von 25 nachgestellten Notfallsituationen, denen sich angehende Notärzte aus ganz Deutschland im Rahmen des dreitätigen Notarztsimulationskurs (NASIM) stellten. Die elf Fach- und Assistenzärzte der Inneren Medizin, Neurologie und Unfallchirurgie absolvierten im November erfolgreich die 25 der geforderten 50 Notfalleinsätze unter realen Simulationsbedingungen im Klinikum Fulda. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem DRK und dem Malteser Hilfsdienst geplant und durchgeführt.

Die Ausbildung zum Notarzt fordert neben einem 80-stündigen Kurs mit theoretischen Inhalten auch den Nachweis von 50 Notfalleinsätzen unter der Supervision eines erfahrenen Notfallmediziners. Nicht immer erleben die Kollegen dabei das volle Spektrum der Notfallmedizin. Die Einsatzfrequenz variiert zum Teil deutlich. Die Ausbildung der dringend benötigten Notfallmediziner zieht sich somit hin.

Aus diesem Grund können 25 Einsätze im Simulator absolviert werden. Hessen war eines der ersten Bundesländer, das diese Novellierung in der Notarztausbildung umgesetzt hat. Das Simulationszentrum der Klinik für Anästhesiolgie, Intensiv- und Notfallmedizin des Klinikums Fulda (Direktor Prof. Dr. Clemens-Alexander Greim), unter der Leitung von Dr. Frank Schröder, wurde als eines der ersten Zentren in Deutschland bereits im Mai 2016 von der Landesärztekammer Hessen für dieses neuartige Ausbildungskonzept akkreditiert.

Auch die Notärzte des Klinikums Fulda werden so realitätsnah mit Notfällen konfrontiert, von denen einige in der Realität glücklicherweise nur selten vorkommenden und des nur schlecht „echt“ geübt werden können. Neben dem fachlich korrekten Inhalt der Simulationen wurde von den Tutoren Wert auf eine realistische Darstellung der Notfallsituationen gelegt. Viele Notfälle wurden von erfahrenen Darstellern „gespielt“.

Der Umgang mit den zum Teil unfallrealistisch geschminkten Darstellern, die Schmerzen und Emotionen äußern, erzeugt eine realitätsähnliche Stressreaktion. In den Nachbesprechungen wurde den Teilnehmern von den Instruktoren erläutert, wie in komplexen Notfallsituationen ein Team erfolgreich geführt und die erforderliche Therapie zum Wohle des Patienten umgesetzt wird Nach drei anstrengenden Tagen freuen sich Teilnehmer und Veranstalter über den erfolgreichen Verlauf des Kurses, der das ohnehin schon breite Weiterbildungsprogramm der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notallmedizin erheblich bereichert.

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