Nachlese zur Bundestagswahl im Kreis Fulda: Brand und Hohmann drin, Kömpel draußen

Die ersten Ergebnisse zeigen, dass der Wahlkreis 174 Fulda-Vogelsberg wieder mit zwei Abgeordneten im neuen Bundestag vertreten sein wird - allerdings ohne die SPD.

Fulda - Jetzt ist es offiziell: Nach einer langen Nacht des Auszählens, Hoffens und Wartens steht fest, dass die SPD-Bundestagsabgeordnete Birgit Kömpel (Eichenzell) dem Parlament nicht mehr angehören wird. Sie war 2013 erstmals in den Bundestag gewählt worden.

Aus der Region Osthessen (Wahlkreis 174) werden der direkt gewählte Michael Brand (CDU) und Martin Hohmann (AfD) im Parlament vertreten sein.

Hintergrund des Scheiterns von Kömpel ist die Tatsache, dass die Direktkandidatin der SPD im Wahlkreis Waldeck-Frankenberg, Esther Dilcher, das Mandat geholt hat und an den Listenplatzierungen vorbei in den Bundestag einzieht. Daher verkürzt sich für die Hessen-SPD die Liste von denjenigen Kandidaten, die in den Bundestag kommen auf neun Plätze. Kömpel aber hat Platz 10 inne.

Die SPD-Frau zeigte sich am Montagnachmittag "natürlich sehr darüber enttäuscht, dass es mit dem Wiedereinzug in den Bundestag nicht geklappt hat. Aber so funktioniert Demokratie, das akzeptiere ich". Das Ergebnis auf bundesweiter Ebene sei verheerend, insgesamt habe die SPD 40 Mandate verloren. Kömpel weiter: Mein Team und ich haben uns nichts vorzuwerfen, wir haben einen intensiven und engagierten Wahlkampf geführt. Ich hätte mich weiterhin sehr gerne für die Menschen des Wahlkreises Fulda/Vogelsberg eingesetzt. In Zukunft werde ich mich selbstverständlich weiterhin kommunalpolitisch engagieren: Als Mitglied des Kreistags und als Gemeindevertreterin Eichenzells".

Die Wahlergebnisse bei der Bürgermeisterwahl in Petersberg und der Wahl zum Landrat im Kreis Fulda werden vom Kreisverband der Fuldaer Linken als Erfolg gewertet. Mit 13,6 Prozent für den Kandidaten der "Linken.Offenen Liste" in Petersberg habe man erstmalig ein zweistelliges Ergebnis bei kommunalen Wahlen im Landkreis erreicht. Erfreulich sei auch das Wahlergebnis von Wolfgang Lörcher bei der Wahl zum Fuldaer Landrat. Mit seinen 9,1 Prozent habe er ein zweistelliges Ergebnis nur knapp verfehlt. Lörcher habe es geschafft die schwierige Situation der auf Sozialhilfe angewiesen Menschen zu thematisieren. Insbesondere der Umgang mit den Menschen die auf staatliche Hilfe angewiesen müsse menschlicher werden, dies läge in der Verantwortung des Landkreises.

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