Netz in Gefahr

Osthessen. Kein Verstndnis fr unsinnige Beschlsse des Verkehrsausschusses des Europa-Parlaments (EP) haben viele Eisenbahnerkollegen

Osthessen. Kein Verstndnis fr unsinnige Beschlsse des Verkehrsausschusses des Europa-Parlaments (EP) haben viele Eisenbahnerkollegen und Teile der Deutschen Bahn AG. Dies wurde unter anderem deutlich gemacht bei einem Vortag von Hubert Heil (Hauptvorstand TRANSNET Gewerkschaft) im Fuldaer Business Club vergangeneWoche und von Kollegen, als es um das Thema Schienen- ging.

Konkret geht es um die jngste Abstimmung des Verkehrsausschusses im EP. Vorausgegangen war ein Beschluss des Rates im EP am 11.12.2008, mit dem nach vierjhriger Beratung im Verkehrsausschuss festgelegt wurde: Jedes Europisches Land muss zwei bzw. die Bundesrepublik als Transsitland drei grenzberschreitende Korridore fr Gterverkehr einrichten, in denen diese im Eisenbahnnetz Vorrang haben mssten vor dem Personennah- und Fernverkehr. Auch sollten die Korridore vom EP bestimmt und festgelegt werden - ein vlliger Unsinn", sagt Hubert Heil und spiegelt damit die Meinung vieler Verkehrspolitiker wider.

Die Eisenbahner-Gewerkschaft TRANSNET und die Deutsche Bahn AG haben sofort im Januar 2009 Widerstand gegen die Beschlsse angemeldet und auch der Bundesrat und das Bundesverkehrsministerium waren ebenfalls bemht, diesen unsinnigen Beschluss zu verhindern, der mit 345 Stimmen pro gegen 91 Nein-Stimmen gefasst wurde.

Das Ergebnis nach intensiven Protesten des gleichen Parlaments war dann im April 2009 532 gegen 19 Nein-Stimmen, die den ersten Beschluss vom Dezember 2008 zurcknahmen und dem Personenfern- und -Nahverkehr wieder den Vorrang einrumten.Fr den Bahnhof Fulda war damit Entwarnung gegeben, denn der vom EP gewnschten Korridor Stockholm- Hamburg- Mnchen- Palermo ging genau durch den Bahnhof Fulda und htte den gesamten ICE- und Regio-Verkehr vllig verdrngt.

Zur groen berraschung aller hat aber vor einigen Tagen der Verkehrssauschuss erneut den EP empfohlen, doch wieder Gterverkehrskorridore einzufhren. Kein Verstndnis zeigt Hubert Heil fr diese Empfehlung, denn dieser Vorschlag strkt nach seiner Auffassung nicht den Gterverkehr, sondern schwcht den gesamten Schienenverkehr in der BRD. Die Empfehlung lsst erhebliche Eingriffe in unternehmerische Aufgaben mit schwerwiegenden Folgen fr den Eisenbahnbetrieb in Deutschland und einen erheblichen Anstieg des brokratischen Aufwands fr die Infrastruktur Betrieb befrchten. Die vorliegende Empfehlung treibt auch, wie der erste Beschluss des EP im Dezember 2008, einen Keil in das Verkehrssystem Schiene.

Laut Heil gibt es nur eine Mglichkeit: Der Ausbau der Schieneninfrastruktur muss in einer fairen Interessensabwgung zwischen Schienenpersonen- und Schienengterverkehr erfolgen."

Eine solche faire Zusammenarbeit drckt sich auch in den jeweiligen Fahrplnen der DB-AG aus. Als Erfolg fr die Kongressstadt Fulda und das Tagungshotel Esperanto ist demnach der neue Sommerfahrplan ab Juni 2010 anzusehen. Alle rund 120 ICE/IC sind wieder tglich fr den Haltepunkt Fulda im Fahrplan enthalten und auch die Sonderregelungen fr Hnfeld und Schlchtern gelten weiter.

Unser Einsatz hat sich gelohnt und fr die Zukunft sollte unsere Aufmerksamkeit sich darauf richten, keine festgeschriebenen Korridore fr Gterverkehr, sondern die jetzige Fahrplangestaltung fr die Zukunft zu erhalten. Denn der DB-Fahrplan fr Fulda mit seinen vielseitigen optimalen Anbindungen fr Reisende und Pendler ist ein wichtiger Bestandteil fr das Oberzentrum Fulda und die Region Osthessen", so Heil abschlieend.

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