Neuanfang in Fuldas Innenstadt: Arthur Jahn wagt das Abenteuer Selbstständigkeit

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Arthur Jahn eröffnet am 1. September ein trendigen Modeladen für Herren namens „Ellason“.

Der Jungunternehmer Arthur Jahn stürzt sich in das Abenteuer Selbstständigkeit.

Fulda - Das neue Jahr war gerade fünf Tage alt geworden, schon kündigten sich einige Veränderungen in der Fuldaer Geschäftswelt an.  Es war wohl ein Schock für die Mitarbeiter und Kunden des Traditionsunternehmens „Hohmann & Heil“, was am 5. Januar verkündet wurde: Die Unternehmensgruppe „SinnLeffers“ kündigte an, die Fuldaer Textilvertriebsgruppe zur Mitte des Jahres zu übernehmen. Heute, knapp sechs Monate später ist es soweit. Seit dem 1. Juli ist das Traditionsunternehmen Teil der „SinnLeffers“-Gruppe. Laut „SinnLeffers“-Generalbevollmächtigter Friedrich-Wilhelm Göbel sei es erklärtes Ziel der Unternehmensgruppe, den Charakter und die Eigenständigkeit von „Hohmann & Heil“ zu erhalten, gleichzeitig sollten die Vorteile der Zugehörigkeit zu einer größeren Gruppe genutzt werden. Eines der den Kunden bekannten Gesichtern war an diesem Tag nicht auf der Verkaufsfläche von „Hohmann & Heil“ stehen.

Nach knapp sieben Jahren kehrte Arthur Jahn, Teamleiter und Einkäufer „Junge Männermode“, dem Unternehmen den Rücken. „Aus meiner Sicht gab es in meinem Aufgabenbereich Veränderung und auch der Führungsstil hat sich geändert, deshalb habe ich bei ,H&H’ keine Perspektive mehr gesehen“, sagt Jahn. 2011 kam er zu „Hohmann & Heil“, nachdem er seine Ausbildung bei „Peek&Cloppenburg“ in Wiesbaden machte und einige Jahre für das Unternehmen arbeitete. Klassisch, elegante Mode verkaufte er damals, mit Streetware, lässigen Looks und ausgefallenen Schnitten hatte er nichts zu tun. „,Hohmann& Heil’ hat mich nicht nur in Sachen Mode geprägt, sondern ich durfte mich auch persönlich weiterentwickeln. Dafür bin ich den Eigentümern und meinem Team unglaublich dankbar“, so Jahn. Mit offenen Armen sei er damals empfangen worden. Konnte sich kreativ im Verkauf ausleben und bestimmen, welche Looks und Marken das Unternehmen für junge Männer anbietet. „Das hat mir Spaß gemacht“, so Jahn. All das sei so nach der Bekanntgabe der Übernahme nicht mehr möglich gewesen. So fiel ihm der Entschluss nicht schwer, das Unternehmen zu verlassen.

Im Mai stürzt er sich in das Abenteuer Selbstständigkeit. Jahn ergreift die Chance des Neuanfangs und möchte nun seinen eigenen Laden eröffnen. „In Fulda fehlt es an einem trendigen Laden für Herren. Der Style des Ladens, das modische Sortiment und die zeitgemäße Beratung werden Unterschied ausmachen“, sagt er. Zunächst stand er vor der großen Herausforderung, wie das eigene Business aussehen sollte. „Die Suche nach einem Image, welche Marken möchte ich verkaufen und natürlich die Standortfrage haben mich beschäftigt“, erzählt Jahn. Schnell wusste der Jungunternehmen, was er verkaufen will – coole Basics, viel Denim und High-Fashion. „Ganz nach dem Motto: ,Schuster bleib bei deinen Leisten’“, sagt Jahn. Denn Männermode verkaufen, dass ist seine Leidenschaft. Auch eine passende Location konnte rasch gefunden werden. Die neue „Heimat“ des Unternehmers ist die Brauhausstraße 2 in Fulda. Von Grund auf saniert er den Laden mit 150 Quadratmetern. „Das ist wirklich harte Arbeit, aber Kunden, die die Fläche kannten, werden sie nicht wiedererkennen“, sagt Jahn. Trockenwände sowie Decken wurden eingezogen und viele Veränderungen stehen noch aus. Ein ganz wichtiger Punkt steht heute schon fest. Der Name des neuen Männertrendstores in Fulda. Den Namen „Ellason“ wird er tragen. „Der Teil Ella kommt von meiner Mutter. Und ,son’ ist die Übersetzung für Sohn“, erklärt Jahn. „Der Name soll eine gewisse Eleganz und persönliche Note haben.“ Bis zur Eröffnung hat Jahn noch einiges zu tun. Wie sich das Konzept des Unternehmers entwickelt, kann man in der nächsten Ausgabe der „Fulda aktuell“ lesen. „Ich bin gespannt auf die Reise, ich hoffe Sie auch“, so Jahn. Die Eröffnung wird am 1. September sein. Weitere Informationen gibt es unter www. ellason.com im Internet.

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