Neue Betrugsmaschen von „falschen Polizeibeamten“

Neue Betrugsmaschen von „falschen Polizeibeamten“
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Neue Betrugsmaschen von „falschen Polizeibeamten“

Besonders hinterhältig ist der Betrug durch den so genannten „Falschen Polizeibeamten“ am Telefon. Aktuell machen sich Trickbetrüger in Osthessen gleich zwei neue Vorgehensweisen zu Nutze.

Region Einen älteren Mann aus Lauterbach riefen Unbekannte Ende März an und gaben sich als Polizeibeamte aus. In der Nachbarschaft des Lauterbachers sei eingebrochen worden und nun sei man ebenfalls um die Sicherheit des Rentners sowie seiner Wertgegenstände besorgt. Auch ein Mitarbeiter der örtlichen Bankfiliale sei in die kriminellen Machenschaften verstrickt.

Doch entgegen der bereits bekannten Vorgehensweisen der Trickbetrüger kündigten sie keinen Geldabholer an: Sie erklärten dem Lauterbacher stattdessen, dass er bei der Überführung der Täter helfen könne. Hierfür müsse er die vermeintlich ermittelnden Beamten lediglich eine fingierte Überweisung von seinem Onlinekonto durchführen lassen. Der Mann glaubte den Angaben der Betrüger und erlaubte ihnen per Fernwartungssoftware Zugriff auf seinen Computer und Onlinebanking. Insgesamt 20.000 Euro transferierten die Schwindler hierdurch von dem Konto des Rentners.

Darüber hinaus telefonierten Trickbetrüger am Dienstag , 5. April, mit einer Frau aus dem Vogelsbergkreis. Zunächst gaben sich die Anrufer als Mitarbeiter der örtlichen Bankfiliale aus. Dort sei man auf einen Überweisungsträger in Höhe von 4.000 Euro gestoßen, den die Vogelsbergerin ausgefüllt haben solle. Adressat der Überweisung sei ein Konto im Ausland. Nun wolle man sich erkundigen, ob diese Transaktion tatsächlich durchgeführt werden soll.

Als die Dame dies verneinte, forderten die Schwindler sie auf, die Telefonleitung freizuhalten, da sich die Polizei zeitnah an sie wenden werde. Nur wenige Minuten später rief ein vermeintlicher Polizeibeamter bei der Vogelsbergerin an und riet ihr eine Strafanzeige wegen des vermeintlich gefälschten Überweisungsträgers zu stellen.

Kurz darauf bat der Anrufer die Frau erneut, die Telefonleitung für einen weiteren Rückruf freizuhalten. Glücklicherweise ahnte die Dame aus dem Vogelsberg den Betrugsversuch und kontaktierte den ihr persönlich bekannten Ansprechpartner ihrer Hausbank, der den Trickbetrug endgültig aufdeckte.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei:

Die Täter passen ihr Vorgehen an Ängste der potentiellen Opfer an, wodurch sie deren höchstpersönlichen Lebensbereich tangieren. Anhaltende Telefonate mit den Tätern während der Betrugshandlung verhindern den Kontakt mit nahe stehenden Personen. Hierdurch wird der Betrugsirrtum aufrecht erhalten und Opfer sind bereit hohe Wertbeträge zu zahlen.

Folgen, wie Rückzug aus der Gesellschaft und Schamgefühl bieten Trickbetrügern eine Plattform. „Sprechen Sie offen über das Geschehene, jeder kann Opfer werden. Scheuen Sie sich nicht die Polizei beim Verdacht eines Betrugs zu informieren. ´ Informationen zum Trickbetrug finden Sie auf der Internetseite www.senioren-sind-auf-zack.de

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