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Neue Brutplätze für den Weißstorch

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Gruppenbild in Johannesberg
Gruppenbild in Johannesberg © Stadt Fulda

Bald darf geklappert werden: Bei herrlichem Sonnenschein sind in Johannesberg und tags darauf auch in Zell zwei neue Storchennester aufgestellt worden.

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Fulda Die Initiative zur Schaffung der neuen Brutplätze hatte in Johannesberg eine engagierte Privatperson ergriffen, in Zell wurde der Antrag durch den Ortsbeirat gestellt. Die Umsetzung war eine Gemeinschaftsaktion, in die neben der Stadt Fulda und den betroffenen Ortsbeiräten unter anderem auch die NABU-Ortsgruppe Fulda/Künzell sowie die Kita Johannesberg eingebunden waren.

Da der Weißstorch als Sympathieträger viele Menschen und vor allem Kinder für das Thema Naturschutz begeistern und sensibilisieren kann, fanden zwei Aktionen gemeinsam mit den Kindergartenkindern der Kita Johannesberg sowie den Kindern der Zeller Bürgergemeinschaft e.V. statt.

Bevor die Nistplattform in Johannesberg errichtet werden konnte, galt es, das noch karge Stahlnest für das zukünftige Storchenpaar wohnlich zu gestalten. So bestückten die Kita-Kinder unter Anleitung von Mitgliedern des NABU Fulda/Künzell die Plattform mit Weidenreisig, Moospolster sorgten für weiteren Komfort. Damit sich die kleinen Innenausbauer auch die zukünftigen Mieter ganz genau vorstellen konnten, hatte der NABU einen präparierten Weißstorch mitgebracht, der mit großen Augen bestaunt wurde.

Für weitere Begeisterung bei den Kindern sorgte die Aufstellung des Storchennestes durch den Versorger Osthessen Netz und die Vorführung der eingesetzten Gerätschaften. Auch Stadtbaurat Daniel Schreiner nahm den in Johannesberg neu geschaffenen Nistplatz vor Ort in Augenschein und bedankte sich bei den Kindergartenkindern für ihr Engagement. Sein Dank galt auch der Ortsgruppe des NABU Fulda/Künzell, der Osthessen Netz GmbH, dem Ortsvorsteher, dem Pächter der Fläche sowie der Unteren Naturschutzbehörde.

Der Nestausbau für das Zeller Storchenrad war durch die Zeller Bürgergemeinschaft e.V. und 17 Kinder aus dem Stadtteils bereits eine Woche zuvor fleißig vorbereitet worden. Während sich die älteren Kinder - mit Astschere und Zange ausgestattet - an das Nest machten, bastelten die kleineren Kinder dem Storch mit Schere, Kleber und Stiften einen Willkommensgruß. Die Veranstaltung fand unter Berücksichtigung von Hygienemaßnahmen unter freiem Himmel am Bürgerhaus Zell statt. Nun warten alle gespannt auf den ersten klappernden Bewohner.

Die beiden neu geschaffenen Storchennester werden voraussichtlich die letzten künstlichen Nisthilfen für den Weißstorch im Fuldaer Stadtgebiet sein. Dies liegt vor allem daran, dass mittlerweile eine sehr hohe Dichte an Brutpaaren im Stadtgebiet vorhanden ist. Auch zählt der Weißstorch zu den Vogelarten, die erfreulicherweise einen ziemlichen Bestandsaufschwund erleben.

Gefördert wurden diese beiden Maßnahmen aus den Biodiversitätsmitteln des Landes Hessen, wobei die Begleitung der Projekte durch die Untere Naturschutzbehörde des Magistrats der Stadt Fulda erfolgte.

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