Neue Erkenntnisse zur fuldischen Geschichte 

Fuldaer Geschichtsverein präsentiert neuen Band der "Fuldaer Geschichtsblätter"

Fulda - Auch in diesem Jahr präsentiert der Fuldaer Geschichtsverein wieder neue Erkenntnisse und Forschungsergebnisse zur fuldischen Geschichte in einem Band der „Fuldaer Geschichtsblätter“, der traditionsreichen Veröffentlichungsreihe des Vereins, die inzwischen im 95. Jahrgang erscheint.

Der neue Jahresband 2020 enthält gleich zwei Beiträge zum Buch- und Bibliothekswesen, die zum einen das Fuldaer Skriptorium in der Karolingerzeit (Autor: Rudolf Henkel) und zum anderen die Geschichte der Franziskanerbibliothek Altstadt bei Hammelburg (Dr. Nikola Willner) in den Blick nehmen. 

Dem Pestheiligen Rochus und seiner Verehrung auf dem Gebiet der Fürstabtei Fulda und vor allem in Kämmerzell widmet sich der instruktive Beitrag von Dr. Berthold Jäger. Mit einer außergewöhnlichen Sonnenuhr am Gebäude der Theologischen Fakultät beschäftigt sich die Studie von Karlheinz Schaldach, während Michael Mott anlässlich der offiziellen Benennung des „Harstall-Brunnen“ am Gemüsemarkt dessen bewegte Geschichte nachzeichnet.

Die Landesgrenzsteine der Fürstabtei Fulda in der nördlichen Kuppenrhön (Heiko Ries) und eine Darstellung der Schafbäder (Johannes Hennessen) runden den Band ab, an dessen Ende die inzwischen fest etablierte Rubrik der Berichte aus dem Vereinsgeschehen und aus den Institutionen steht. 

In diesem Jahr berichtet Dr. Alessandra Sorbello Staub über die Sammlung Witzel in der Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars. Mit den beiden Nachrufen auf den langjährigen Kulturamtsleiter und den Geschäftsführer des Geschichtsvereins, Dr. Werner Kirchhoff, sowie auf den Fuldaer Kulturpreisträger Elmar Schick werden zudem zwei herausragende Persönlichkeiten gewürdigt, denen die Fulda-Forschung sehr viel zu verdanken hat.

Der Vorsitzende des Geschichtsvereins, Oberbürgermeister a.D. Gerhard Möller, dankte bei der Präsentation des neuen Bands Schriftleiter Thomas Martin für dessen Einsatz. Angesichts der Corona-Pandemie habe man sich entschieden, das Jahresprogramm 2020/2021 erst Ende August 2020 zu beginnen, in der Hoffnung, dass bis dahin wieder Zusammenkünfte im Kanzlerpalais unter den bis dahin wahrscheinlich noch geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen möglich sein werden, ergänzte Möller, der ein druckfrisches Exemplar an seinen Nachfolger im Amt des OB, Dr. Heiko Wingenfeld, überreichte.

Den Band kann zum Preis von 15 Euro über die Geschäftsstelle des Fuldaer Geschichtsvereins beim Kulturamt der Stadt, Telefon (0661) 102-1442 oder E-Mail kulturamt@fulda.de bezogen werden. Vereinsmitglieder zahlen nur zehn Euro pro Band und erhalten wie immer ein Exemplar des Jahresbandes gratis. 

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