Neue Fuldaer Kreis- und Stadtarchäologin mit viel Erfahrung in der Region

Milena Wingenfeld löst Dr. Frank Verse ab

Fulda - Seit Jahresbeginn ist Milena Wingenfeld die neue Stadt- und Kreisarchäologin von Fulda. Sie hat damit die Nachfolge von Dr. Frank Verse angetreten, der die Leitung des Vonderau Museums übernommen hat. „Mit Milena Wingenfeld ist es uns gelungen, eine hervorragend qualifizierte Mitarbeiterin zu gewinnen, die bereits seit vielen Jahren für die Stadt- und Kreisarchäologie tätig ist“, so Verse. „Sie hat sich besonders intensiv mit der Archäologie unserer Region beschäftigt und verfügt so über einen Erfahrungs- und Wissensschatz, der für ihre neue Tätigkeit sehr wertvoll ist“ bekräftigt Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt.

Die gebürtige Petersbergerin hat in Würzburg Archäologie studiert und schloss ihr Studium 2011 mit dem Magister ab. Schon in ihrem Studium beschäftigte sie sich mit der Archäologie ihrer Heimat und schrieb ihre Magisterarbeit über die bronzezeitliche Besiedlung Osthessens. Als studentische Praktikantin nahm Milena Wingenfeld bereits 2009 an der von Dr. Verse geleiteten Ausgrabung eines mittelbronzezeitlichen Grabhügels bei Fulda-Maberzell-Trätzhof teil. Nach ihrem Abschluss war sie vier Jahre lang freiberuflich für die Stadt- und Kreisarchäologie tätig.

So übernahm sie die örtliche Grabungsleitung bei archäologischen Ausgrabungen – beispielsweise als 2012 ein weiterer Grabhügel in Burghaun untersucht und 2013 eine Saline bei Großenlüder freigelegt wurde. Außerdem führte sie Baubegleitungen sowohl im Stadt- als auch im Kreisgebiet Fuldas durch, war an der Konzeption und dem Aufbau von Ausstellungen im Vonderau Museum beteiligt, hielt Vorträge über die Forschungsergebnisse der Stadt- und Kreisarchäologie und führte Besuchergruppen durch Sonderausstellungen.

Von 2016 bis 2019 war Milena Wingenfeld als Doktorandin Mitglied im Frankfurter LOEWE-Schwerpunkt „Prähistorische Konfliktforschung – Burgen der Bronzezeit zwischen Taunus und Karpaten“, einem vom Land Hessen finanzierten gemeinsamen Forschungsschwerpunkt des Instituts für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Goethe-Universität Frankfurt und der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts.

Auch während dieser Tätigkeit beschäftigte sie sich weiter mit dem Fuldaer Land: sie forscht in ihrer Dissertation zu den bronzezeitlichen Höhensiedlungen in Hessen und Thüringen. Die Finanzierung der Stelle als Stadt- und Kreisarchäologin, die Milena Wingenfeld nun angetreten hat, wird zur Hälfte von der Stadt Fulda und zur Hälfte vom Landkreis Fulda übernommen. Dieses seit inzwischen elf Jahren bewährte Konzept stellt sicher, dass das gesamte Fuldaer Gebiet von einer archäologischen Fachkraft betreut werden kann, die auch als Bindeglied zum Landesamt für Denkmalpflege Hessen fungiert.

Die Bodendenkmalpflege ist auf die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung angewiesen, daher bittet die Stadt- und Kreisarchäologie Fulda darum, Bodenfunde zu melden, damit eine fachliche Einschätzung vorgenommen werden kann. Sollte es sich um archäologisch relevante Objekte handeln, werden diese dokumentiert und inventarisiert, was wiederum beispielsweise dabei hilft, Bauleitplanungen zeitnah zu bearbeiten und so Verzögerungen zu vermeiden. Bürger, die an der Archäologie Fuldas interessiert sind, sind zu den unverbindlichen Monatstreffen des Archäologischen Arbeitskreises des Fuldaer Geschichtsvereins eingeladen. Das erste Treffen findet statt am 19. Februar  um 18 Uhr im Vortragssaal des Vonderau Museums. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bei Fragen steht Wingenfeld gerne als Ansprechpartnerin zur Verfügung: Telefonnummer 0661/1023222, Email: milena.wingenfeld@fulda.de.

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