Neue Radaranlage in der Rhön endgültig vom Tisch

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Michael Brand gibt Entwarnung. Deutsche Flugsicherung gibt Planung auf der Wasserkuppe und in Osthessen insgesamt auf

Rhön. Große Erleichterung in der Region: Der Plan der Deutsche Flugsicherung (DFS), auf der Wasserkuppe einen 30 bis 60 Meter hohen Radarturm zu bauen, ist endgültig vom Tisch. Auch einen Alternativstandort - im Gespräch waren hier unter anderem der Heidelstein und der Kreuzberg - wird es nicht geben. Das teilte der Fuldaer Wahlkreisabgeordnete Michael Brand nach "intensiven und hartnäckigen Gesprächen" mit der DFS und dem Bundesverkehrsministerium mit.

"Ein derartiges Vorhaben an diesem so besonderen Berg, mit möglichen negativen Auswirkungen für Flieger, Natur und Tourismus habe ich von Beginn an für abwegig gehalten", so der Abgeordnete. "Ich bin erleichtert und froh, dass die Planungen endgültig vom Tisch sind. Das erspart uns viel Ärger in der Region, der Widerstand hat sich gelohnt."Die im Januar 2014 begonnenen Planungen hatten bei den Beteiligten in der Region große Empörung ausgelöst. Der Landkreis, das Biosphärenreservat, die Segelflugschule, die Drachen- und Gleitschirmflieger wie Gastronomie und Tourismus hatten das Vorhaben scharf kritisiert. Beeinträchtigungen für die Flieger an der Wiege des Segelflugs, für den Tourismus sowie mögliche gesundheitliche Risiken durch die Strahlung wurden befürchtet.Brand hatte in den letzten eineinhalb Jahren in direkten Gesprächen u.a. mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und mit dem Chef der Deutschen Flugsicherung, Prof. Klaus-Dieter Scheurle, für ein Ende der Planungen geworben."Nach eingehender Prüfung der Sachlage verfolgen wir den Bau einer Radaranlage dort nicht weiter", heißt es in dem aktuellen Schreiben der DFS an den Bundestagsabgeordneten. "In diesem Zuge haben wir auch die Bauvoranfrage zurückgezogen."Erst kürzlich war auf Initiative Brands bei der DFS in Langen ein gemeinsames Gespräch mit Landrat Bernd Woide und Klaus-Dieter Scheurle zustande gekommen. Auf Nachfrage Brands konkretisiert die DFS in einem Schreiben von gestern weiter, dass es in Osthessen auch "keinen Alternativstandort für das Radar" gebe. Man werde "hier nicht mehr weitersuchen".Groß ist die Freude auch bei Landrat Bernd Woide: "Das ist eine sehr gute Nachricht. Für den Tourismus und den Segelflug wäre es von großem Nachteil gewesen, wenn auf der Wasserkuppe eine Radaranlage mit all ihren Problemen realisiert worden wäre". Woide, der auch Präsident der Gesellschaft zur Förderung des Segelflugs auf der Wasserkuppe ist, dankte Brand für seinen "großen Einsatz"."Sehr erleichtert" ist auch Harald Jörges, Leiter der Fliegerschule auf der Wasserkuppe. "Es ist gut, dass es nicht soweit gekommen ist. Für alle Flieger auf der Wasserkuppe, auch den Flugplatz hätte es sonst Einschränkungen gegeben. Einen solch besonderen Ort darf man nicht verschleudern. Auch der Tourismus hätte Schaden genommen."

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