Neue Standortleiterin und hauptamtliche Notärztin in Hünfeld

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Dr. Birgit Lehnhardt aus Bad Hersfeld offiziell begrüßt / Rettungsdienst wird verstärkt

Hünfeld. Offiziell am 1. Oktober hat Dr. Birgit Lehnhardt am Notarztstandort in Hünfeld ihre hauptamtliche Tätigkeit für die "DRK Notarzt- und Sozialdienst Hünfeld GmbH" aufgenommen und übt neben den Einsatzdiensten auch die Standortleitung aus. Bei einer kleinen Feier am Standort des Notarzteinsatzfahrzeuges an der "Helios St. Elisabeth Klinik Hünfeld" wurde Lehnhardt am Mittwoch willkommen geheißen.

Dr. Eberhard Fennel, Präsident des "DRK Kreisverbandes Hünfeld", begrüßte Kreisverbandsärztin Dr. Sonja Raschka, den Hünfelder "DRK-Kreisgeschäftsführer Hans-Herbert Knittel, Frank Reith, den "Fachdienstleiter Gefahrenabwehr" beim Landkreis Fulda und Steffen Diegmüller, den Leiter Rettungsdienst in Hünfeld. Nachdem der bisherige Stelleninhaber Akos Kacsala  sich beruflich verändert und seine Tätigkeit zum 31. Juli beendet habe, sei eine Ausschreibung der Position notwendig geworden. Man sei froh, so Fennel, mit Lehnhardt eine sehr erfahrene Notärztin gewonnen zu haben.

Zu deren Aufgaben zählen unter anderem der Einsatzdienst zur notärztlichen Patientenversorgung, die Sicherstellung und Überwachung aller Dienst- und Arbeitsabläufe,  die Einführung neuer Mitarbeiter im Notarztdienst, die Erstellung der Dienstpläne, eine Personalorganisation bei kurzfristigen Mitarbeiterausfällen, die Überwachung und Kontrolle der Betäubungsmittel-Bestände im Rettungsdienst, die Durchführung und Mitgestaltung von Fortbildungsmaßnahmen sowie Qualitätssichernde Maßnahmen. Lehnhardt war bereits zum 1. September in ihre neue Aufgabe eingestiegen, nachdem sie auf die Stelle aufmerksam geworden worden war. "Man hat mir sogar  die Ausschreibung per WhatsApp in den Urlaub geschickt", so  die 49-Jährige, die in Bad Hersfeld wohnt. Hintergrund seien ihre guten Kontakte zu Hünfeldern gewesen, basierend auf Praktika vor mehreren Jahren. 

"Mir macht die neue Aufgabe großen Spaß", betonte Lehnhardt, die 1999 als Ärztin approbierte und ihre Prüfung zur Fachärztin für Anästhesiologie in 2008 ablegte. Zuletzt war sie als Oberärztin Anästhesiologie im Kreiskrankenhaus Rotenburg/Fulda tätig. Sie steht in einem Ehrenbeamtenverhältnis als Leitende Notärztin im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

5.300 Einsätze pro Jahr

Anschließend informierte Rettungsdienstleiter Diegmüller über die durchgeführten Maßnahmen zur so genannten "Vorhalteerhöhung" des Landkreises Fulda als Rettungsdienstträger: Diese beinhalten für den Rettungsdienst in Hünfeld ab dem 1. November die zusätzliche Zur-Verfügungstellung  eines weiteren Rettungswagens (RTW) während der Nachtstunden von 19  bis 7 Uhr  mit einem jährlichen Umfang von rund  5.500 Stunden. Durch die Besetzung des RTW mit zwei Mitarbeitern bedeute dies rund 11.000 zusätzliche Personalstunden. Hierfür sei es notwendig gewesen, sechs weitere Vollzeitkräfte für den Rettungsdienst in Hünfeld zu gewinnen. Dies sei teilweise durch fertig ausgebildete Fachkräfte beziehungsweise  durch die eigene Ausbildung neuer Mitarbeiter ermöglicht worden. 

Seit 1. Januar 2019 komme man so auf zusätzliche neun Mitarbeiter im Rettungsdienst. Zwei weitere befänden sich derzeit noch in der Ausbildung zum Rettungssanitäter und beginnen ihre Tätigkeit im Februar und März. Ein Notfallsanitäter werde seine hauptamtliche Tätigkeit ebenfalls Anfang 2020 antreten.  

Der "DRK Kreisverband Hünfeld"   besetzt an seinen Standorten dann an der Rettungswache Hünfeld zwei RTW, die rund um die Uhr (24/7 Betrieb) vorgehalten werden sowie einen weiteren RTW von Montag bis Freitag  von 8 bis 16 Uhr. Hinzu kommen an der Rettungswache Leibolz ein RTW im 24/7-Betrieb sowie das Notarzteinsatzfahrzeug mit Standort am Krankenhaus Hünfeld ebenfalls im 24/7- Betrieb.

Man versorge insgesamt rund 35.000 Einwohner und komme jährlich auf etwa 5.300 Einsätze. Diese gliederten sich auf in 2.800 Rettungsdiensteinsätze, 1.100 Krankentransporte, 1.000 Notarzteinsätze und 400 Hilfeleistungen.  

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