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Neue Station der Tumorklinik am Klinikum Fulda

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Beim obligatorischen Durchschneiden des roten Bandes am Montagmittag: Burkhard Bingel, Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Prof. Dr. Heinz-Gert Höffkes, Dag Wehner, Peter Neidhardt  (von rechts)
Beim obligatorischen Durchschneiden des roten Bandes am Montagmittag: Burkhard Bingel, Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Prof. Dr. Heinz-Gert Höffkes, Dag Wehner, Peter Neidhardt  (von rechts) © Klinikum

Zweieinhalb Jahre hat die umfassende Kernsanierung der neuen Station der Tumorklinik am Klinikum Fulda gedauert.

Fulda Das Ergebnis kann sich sehen lassen:  Die neue Station bietet Platz für 24 Patienten in modern eingerichteten Zweibettzimmern sowie einzelnen Wahlleistungszimmern. Die Station strahlt in hellen Farbtönen eine moderne und freundliche Atmosphäre aus. Die spezielle Lüftungsanlage sorgt dafür, dass die Luft mehrfach in der Stunde umgewälzt und durch feinste Filter gereinigt wird. Dadurch wird die Zahl der Keime in der Luft deutlich reduziert und für die immungeschwächten Patientinnen und Patienten das Infektionsrisiko verringert.

Mit der neuen Station haben die umfassenden Baumaßnahmen zur Haupthaussanierung im Klinikum Fulda einen weiteren Meilenstein erreicht: die komplett kernsanierte Station B9a der Tumorklinik geht am morgigen Dienstag, 8. März, in Betrieb.

Nach Fertigstellung des INO-Zentrums im Mai 2019 ist die neue Station der Tumorklinik damit die erste vollständig sanierte Station im Haupthaus. Am Montag wurde die Station offiziell von Bürgermeister Dag Wehner, dem Vorstand des Klinikums Fulda, Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel und Burkhard Bingel, dem Team der Tumorklinik rund um den Direktor Prof. Dr. Heinz-Gert Höffkes sowie Peter Neidhardt, Geschäftsbereichsleiter Bau & Technik, eingeweiht und durch die Klinikseelsorger, Pfarrerin Martina Walter und Pfarrer Peter Bierschenk, gesegnet.

„Wir freuen uns, dass die umfassende Kernsanierung der Tumorstation nachzweieinhalbjähriger  Bauzeit nun abgeschlossen ist. Die Stadt Fulda konnte - als Träger des Klinikums - einen finanziellen Beitrag in Höhe von drei Millionen Euro für dieses Bauprojekt beisteuern“, erläuterte Bürgermeister Wehner auch im Namen von Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Die stationäre Versorgung von Tumorpatienten am Klinikum Fulda werde sich damit weiter verbessern.

„Neben dem modernen Ambiente ist die Station perfekt auf die Bedürfnisse unserer Krebspatienten eingerichtet. Diese in Osthessen einzigartige Einrichtung zur stationären Versorgung von Tumorpatienten stellt einen weiteren Schritt zur kontinuierlichen Verbesserung der Behandlungsqualität am Klinikum Fulda dar“, freut sich Vorstandssprecher Priv.-Doz. Menzel auch im Namen seines Vorstands-Kollegen Bingel.

Menzel weiter: „Das Klinikum Fulda ist stolz auf das Team der Tumorklinik und des Medizinischen Versorgungszentrums Osthessen. Wir bieten hochwertige Behandlungen für alle unsere Patienten. Für die Krebspatienten verbessert sich die Versorgung durch die neue Station erheblich“.

Im Rahmen des Onkologischen Zentrums am Klinikum Fulda (OZKF) ist speziell die Tumorklinik von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) als sogenanntes Zentrum für die Behandlung hämatopoetischer Neoplasien (Krebserkrankungen der Blutbildung) zertifiziert. Das Team der Tumorklinik kooperiert dabei eng mit den übrigen DKG-zertifizierten Organkrebszentren am Klinikum Fulda, wie zum Beispiel dem Darmkrebszentrum, dem Bauchspeicheldrüsenkrebszentrum, dem Brustkrebszentrum, dem Prostatakrebszentrum, dem Kopf-Hals-Tumorzentrum und dem neuroonkologischen Zentrum.

Dr. Andreas Dickhut, Leitender Oberarzt der Tumorklinik, führt weiter aus: „Wir erwarten in dieser Woche unsere ersten Patienten auf der neuen Station, zusätzlich zu den rund. 2.000 Patienten, die bereits in der Behandlung oder Nachsorge im Medizinischen Versorgungszentrum Osthessen sind. Wir gehen davon aus, dass wir pro Jahr annähernd 1.500 Patienten stationär versorgen werden.“

Die neue Station der Tumorklinik ist Teil des strategischen Infrastrukturplans des Klinikums Fulda, der die Position des Klinikums Fulda als Maximalversorger der Region nachhaltig stärken wird.

Professor Höffkes sagte: „Ich freue mich, dass wir die neue Station an den Start bringen konnten, damit die Menschen vor Ort von qualitativ hochwertiger, sicherer und nachhaltiger medizinischer Versorgung profitieren können. Diese Investition bringt die spezialisierte Leistung auch näher an die Häuser des Versorgungsgebiets Osthessen. Das Team der Onkologie ist mehr als zufrieden mit der neuen, modernen Station, die nicht nur für unsere Patientinnen und Patienten sondern auch für unsere Ärzte, Pflegekräfte und Patienten viele Vorteile bietet.“

Helle Farben und eine moderne, freundliche Atmosphäre

Die neue Station bietet Platz für 24 Patienten in modern eingerichteten Zweibettzimmern sowie einzelnen Wahlleistungszimmern. Die Station strahlt in hellen Farbtönen eine moderne und freundliche Atmosphäre aus. Viele der Patientenzimmer verfügen über einen praktisch eingerichteten Schleusenbereich. Jedes Patientenzimmer beinhaltet ein Badezimmer mit Dusche und einer Desinfektionsanlage.


Für Patienten- und Angehörigengespräche mit Ärzten, Pflegekräften und den Psychoonkologen wurde ein abgeschirmter und separater Gesprächsraum eingerichtet. Zusätzlich bietet ein modern eingerichteter Lounge Bereich auf der Station einen Rückzugsbereich für Patienten und Gelegenheit sich mit ihren Angehörigen und Besuchern in entspannter Atmosphäre zu treffen. Auch der neu konzipierte Empfangsbereich wurde freundlich, modern und hell ausgestattet, so dass sich Patienten und Angehörige bereits von Beginn an geborgen fühlen.

Für das Fach-Pflegeteam wurden ein komfortabler Personalraum sowie praktisch gestaltete Lagerräume eingerichtet. Einen großen Vorteil bietet der neue Arbeitsraum, in dem Medikamente und Therapien für die Patienten nach modernsten Anforderungen vorbereitet werden können. Auch für die wöchentlich stattfindenden interprofessionellen Patientenvisiten mit allen Onkologen und den weiteren an der Therapie beteiligten Mitarbeitern wurde ein dafür eigens eingerichteter Raum geschaffen, der dies in einer nicht beengten Atmosphäre ermöglicht.

Besondere raumlufttechnische Herausforderungen

Die  baulichen und technischen Anforderungen an eine moderne onkologische Station sind enorm: Eine über die gesamte Station eingerichtete Lüftungsanlage sorgt dafür, dass in jedem Patientenzimmer hygienisch saubere Luft zirkuliert. „So wird auf der Station B9a die Luft mehrfach in der Stunde umgewälzt und durch spezielle Filter gereinigt. Dadurch wird eine erhebliche Reduktion der Keimzahl erreicht und für die immungeschwächten Patientinnen und Patienten das Infektionsrisiko verringert“, erläutert Peter Neidhardt, Geschäftsbereichsleiter Bau & Technik am Klinikum Fulda. Professor Höffkes ergänzt: „Dieses spezielle Luftfiltersystem sorgt für stark immunsupprimierte Patienten beispielsweise während einer Leukämiebehandlung für eine sichere Lufthygiene.“

Neben der raumlufttechnischen Herausforderung war ebenso die Umsetzung der Brandschutzauflagen von Bedeutung. „Dabei haben wir uns nicht auf den Bestandsschutz berufen, sondern ein Sanierungskonzept nach neuesten Vorgaben erarbeitet und umgesetzt“, so Neidhardt. Zudem ist in jedem Patientenzimmer ein spezielles Lichtsystem integriert, welches sich an die Helligkeit des Tageslichts anpasst und einen wohlfühlenden Aspekt für die Patienten bedeutet.

Stationsleiter Johannes Korinth führt aus: „Von Beginn an und auch im gesamten Verlauf der Bau- und Renovierungsarbeiten, wurden Pflegepersonal und Ärzte fest in die Planung und Neugestaltung der Abteilung eingebunden. Wünsche des Personals sowie die Umsetzung geltender medizinischer Standards in Bezug auf Hygienerichtlinien und die Versorgung immungeschwächter Patienten konnten innerhalb eines wohlfühlenden Ambientes für unsere Patienten umgesetzt werden.“

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